Alles fest im Griff
Ganz schön auf Zack: Emilian Kukat (oben) hat seinen Gegner auf der Matte fest im Griff. Foto

Alles fest im Griff

Beim Judo-Club Linden braucht man sich um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen

Um die Zukunft des Judo-Club Linden muss einem scheinbar nicht bange sein. Denn der Verein ist mit 145 Mitgliedern nicht nur sehr gut aufgestellt, ein Großteil von ihnen – rund drei Viertel – sind Kinder und Jugendliche. Und die wissen schon sehr gut, wie sie sich auf der Matte zu verhalten haben. Bei der vom eigenen Verein ausgerichteten Kreiseinzelmeisterschaft der Altersklasse U10 in der Albert-Schweitzer-Schule gab es gleich eine Vielzahl an Platzierungen auf dem Treppchen: Laurenz Büttner holte Silber, Enno Pieper, Emilian Kukat, Lennert Helmer und Janik Datz wurden jeweils Dritter.
Diese Kampfsportler feiern also schon in jungen Jahren Erfolge. Das ist allerdings nicht selbstverständlich. „Man braucht eine hohe Frustrationstoleranz. Man fällt schon öfter hin und muss mit Misserfolgen umgehen können“, sagt der Vorsitzende Paul Lukosch, der seit 2013 die Vereinsgeschicke steuert. Als einzige Voraussetzung müsse man Lernwillen mitbringen, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Klaas Leideck: „Nicht jede Bewegung kann man nach dem ersten Angucken sofort nachmachen.“ Geduld ist also gefragt. Und die bringen alle mit.
Neben der Faszination Judo als Ganzkörpersport, bei dem unter Regeln miteinander gerangelt werden kann, hilft der Sport auch dabei, die Persönlichkeit zu entwickeln. „Man muss sich beim Judo sozial anders mit seinem Gegenüber auseinandersetzen, als wenn man beispielsweise nur ein Elftel einer Mannschaft ist“, so Leideck. Im Fokus des Trainings steht dabei auch nicht, wer der bessere der beiden Athleten ist. „Es geht darum, möglichst beide besser zu machen“, so Lukosch.
Bei den Einsteigern, die ab sieben oder acht Jahren im idealen Alter sind, geht es mit der Fallschule los. „Die Kleinen lernen, wie sie sich auf der Matte bewegen, ohne sich dabei weh zu tun“, so Leideck. Einfache Grundtechniken und Bewegungen wie Fußfeger oder Hüftwurf folgen. „Alles geschieht sehr spielerisch“, sagt Lukosch. Und alles trägt dazu bei, dass das Selbstbewusstsein gesteigert wird, sagen beide unisono.
Neben dem Sport spielt das Miteinander im Verein eine große Rolle. Jedes Jahr bietet der Club eine Ferienfreizeit im Herbst nach Kirchheim an, die sich großer Beliebtheit erfreut. „Es ist für viele das Highlight des Jahres“, so Leideck. „Das ist ein Stützfeiler unserer Jugendarbeit“, ergänzt Lukosch. Die Freizeit ist in jedem Jahr ausgebucht.
Und nach dem Abschalten dort können sich alle wieder auf ihren Sport fokussieren, damit in Zukunft wieder solche Erfolge dabei herauskommen wie bei der Kreiseinzelmeisterschaft der U10 in eigener Halle.

Infos zum Judo-Club-Linden

Der Judo-Club Linden gründete sich 1962 durch Lindener Judoka, die bis dahin dem TB Stöcken angehörten, aber gerne in ihrem Stadtteil ihren Sport ausüben wollten. Heute hat der Verein 145 Mitglieder, etwa drei Viertel davon sind Kinder und Jugendliche. Die Mitgliedschaft kostet bis zu 17 Jahren 12 Euro monatlich, Erwachsene zahlen 17 Euro. Es fällt jeweils eine jährliche Mattengebühr in Höhe von 25 Euro an. 24 Euro werden einmal im Jahr bezahlt, was vom Verein direkt an den Landesverband abgeführt wird. Nähere Informationen, unter anderem zu den Trainingszeiten und möglichen Probetrainings, gibt der Vorsitzende Paul Lukosch nach einer E-Mail an vorstand@judo-club-linden.de.
www.judo-club-linden.de

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