Am Tisch eine echte Rakete
Gekonnte Rückhand: Max Grote ist ein absolutes Talent an der Platte. Foto: us

Am Tisch eine echte Rakete

Tischtennis: Max Grote vom SV Arminia Hannover sorgt mit seinen 14 Jahren für Furore

Gefühlt ist Max Grote zwar nur halb so groß wie die Mitspieler im Bezirksoberligasextett des SV Arminia Hannover, aber am Tisch ist der 14-jährige eine echte Rakete. Seinen größten Erfolg feierte Max Ende Oktober in Ochtrup beim Top 48 Bundesranglistenturnier der Jugend und Schüler, wo er im Spiel um Platz drei den Berliner Fernando Janz mit 11:4, 11:5 und 11:9 abfertigte. „Das war ein krasses Gefühl. Dabei wollte ich mich eigentlich nur für das Top 24 qualifizieren“, sagt Max und es huscht ein Lachen über sein Gesicht.
„Man freut sich richtig mit. Für den Verein ist das toll“, bekräftigt Doppelpartner Felix (Flexo) Wilke, der Max eine „unglaublich gute Spielintelligenz und ein gutes Antizipationsvermögen“ bescheinigt. Zudem sei das Aufschlag-, Rückschlagspiel stark. Auch an seiner Schwäche („Wenn ich mich aufrege und selber rausbringe“) hat Arminias Talent mit Erfolg gearbeitet. Lange war Max ein Hitzkopf an der Platte, und man durfte ihn nach Niederlagen nicht ansprechen. Das ist jetzt anders. In Ochtrup gab es einige knappe Spiele, doch bei den entscheidenden Punkten blieb Max eiskalt. „Im Kopf ist er inzwischen echt stark“, findet Trainer Hendrik Bartels.
Und wenn es in den Punktspielen mal nicht so läuft „muntert mich Flexo immer auf. Ein echt super Doppelpartner“, schwärmt Max. Bisher läuft es super. In sechs Spielen gingen beide erst einmal als Verlierer vom Tisch und haben ihren Anteil daran, dass Arminia die Tabelle anführt. Das Saisonziel? Dumme Frage! „Natürlich Aufstieg“, sagt Max.
Im alter von zehn Jahren kam der Mont-essori-Schüler vergleichsweise spät zum Tischtennis. „Ich habe nur mit Freunden in den Pausen gespielt.“ Um Nachwuchs zu gewinnen, organisierte Arminia damals einen Ortsentscheid der bundeswei-ten Mini-Meisterschaften. Max machte mit und blieb im Verein hängen. Schon in der ersten Saison 2012/2013 startete er durch und gewann sagenhafte 465 TTR-Punkte. Unbe-dingt interessieren tut ihn das aber nicht, ebenso wenig wie die Punkte der Gegner. „Nö, eigentlich schaue ich da nicht drauf.“
Wenn bei viermal Training in der Woche, Punktspielen und Turnieren Zeit bleibt, hat Max übrigens ein echt extravagan-tes Hobby – er voltigiert. „Ich wollte einen Reiter aus ihm machen“, verrät Mama Gudrun, die Reitlehrerin ist. Das fand Max zum Leidwesen seiner Mutter aber langweilig. Spannender war Turnen auf dem Pferd. Handstand und Salto macht Max inzwischen fast perfekt. Aber nicht nur auf dem Pfer-derücken fliegt der begeisterte Schwimmer durch die Luft, auch beim Tischtennis soll es hoch hinaus gehen. „Bundesliga wäre schon ein Traum“, sagt Max. Felix Wilke, der bei vielen Turnieren als Betreuer dabei ist, hält das „für realistisch.“
Die nächste Herausforderung auf dem Weg dorthin wartet an diesem Wochenende (26./27. November) beim Top 24 in Wiesbaden. Max hat in Ochtrup Blut geleckt: „Ich möchte gern nochmal weiterkommen… .“ us

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.