Da fühlt man sich sauwohl
Abfahrt vom Jagdschloss, nach einer informativen Besichtigung und einem Kaffeetrinken im Garten. Foto: Goldmann

Da fühlt man sich sauwohl

Die Radtour über den Kleinen Deister führt durch den Saupark Springe zum Wisentgehege und dem Jagdschloss

Von Wilfried Schmücking-Goldmann

Springe. Meine Frau Doris und ich sind auf unserer Radtour mit den Pegasus Pedelecs von Stadler durch den Saupark Springe gefahren. Der Saupark ist ein 14 Quadratkilometer großes, von einer Mauer umgebenes  Wildgehege südlich von Springe im Kleinen Deister.  Angelegt wurde es von hannoverschen Königen bereits in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts.
Ausgangs- und Endpunkt unserer Radtour ist der Bahnhof Springe. Vom Hauptbahnhof Hannover ist er mit der S-Bahn (S 5) in knapp einer halben Stunde zu erreichen. In Springe fahren wir die Bahnhofstraße bergab bis zum Niederntor. Hier geht es durch die Altstadt vorbei an zahlreichen Fachwerkhäusern bis zur Burgstraße. Gegenüber am Markt gibt es noch einiges Sehenswertes, wie den Marienbrunnen mit der Holzleserin, doch das heben wir uns für die Rückfahrt auf.
Wir fahren die Burgstraße und am Burghof in Richtung Kleiner Deister. Gleich nachdem wir die B 217 unterquert haben, biegen wir rechts ab und begleiten die Bundesstraße auf einem breiten Radweg in Richtung Altenhagen. Linker Hand liegt jetzt bereits der Kleine Deister. Nach rund zweieinhalb Kilometern biegen wir links zum Gestüt Webelsgrund ab. Hier geht es zum ersten Mal auf unserer Tour leicht bergauf. Nach ein paar hundert Metern gönnen wir uns eine erste Pause – nicht, weil wir schon außer Atem wären, sondern weil der Blick, der sich uns bietet, atemberaubend ist. Über Altenhagen sieht man weit hinaus ins Land. Im Hintergrund liegt das Weserbergland und rechts der Große Deister.
Gleich hinter dem Gestüt ist die Mauer, die den Saupark einfasst. Mit 16,3 Kilometern Länge ist sie das längste Denkmal Niedersachsens. Die zwei Meter hohe und 60 Zentimeter breite Steinmauer wurde bereits in den Jahren 1836 bis 1839 angelegt. Durch ein Tor gelangen wir ins Innere des Sauparks und stehen gleich vor einer verzwickten Entscheidung. Wir wollen zum Rastplatz Wolfsbuchen auf über 300 Meter. Dieser liegt rund 90 Meter höher als der Platz, an dem wir jetzt stehen, und es gibt mehrere Wege dahin. Zum Glück kommen Wanderer vorbei, die sich auskennen. Nach ihrer Empfehlung nehmen wir die etwas sanfter ansteigende Strecke. Nun, nach einigen hundert Metern haben wir uns gefragt, wie denn wohl der steile Anstieg beschaffen sein muss. Wir mussten auf unserem Weg schon ganz schön in die Pedale treten. Zum Glück kann man an unseren Pegasus Pedelecs auch mehr Unterstützung zuschalten. So erreichen wir dann etwas geschafft den Rastplatz Wolfsbuchen. Und wie heißt es: wo es bergauf geht, geht es auch irgendwann wieder runter. So genießen wir ab den Wolfsbuchen eine über fünf Kilometer lange Abfahrt bis zum Gasthaus Holzmühle. Am Forellenteich genießen wir ein kleines Mittagessen, bevor wir an der Saupark-Mauer entlang in Richtung Alvesrode weiterfahren. Doch Stopp. Jetzt sind wir schon viele Kilometer durch den Saupark gefahren und haben noch nicht eine Wildsau gesehen. Das holen wir aber rasch nach. Im Wisentgehege, gleich auf der anderen Straßenseite, gibt es über 100 Tierarten. Der Wildpark ist das ganze Jahr geöffnet, kostet aber im Gegensatz zum Saupark Eintritt. Meine Frau und ich haben eine Jahreskarte. Denn der Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Neben heimischem Wild sind hier auch Bären, Wölfe und natürlich Wisente zu sehen. Mich fasziniert jedes Mal aufs Neue die Flugshow, wo Greifvögel und Eulen zum Anfassen nahe kommen.
Vom Wisentgehege führt ein Weg durch den Wald vorbei an duftenden Bärlauchwiesen zum Jagdschloss im Saupark. In den Jahren 1837 bis 1842 wurde es für König Ernst August errichtet. Von hier aus unternahmen der König und später dann auch Kaiser Wilhelm II. ihre Jagden. Schließlich gab auch das Land Niedersachen bis zum Jahr 2013 von hier aus seine Staatsjagd. Heute dient das Schloss als Museum für Natur, Jagd und Kultur. In den Nebengebäuden ist das Forstamt und ein Jagdlehrhof.  Im Garten gibt es ein kleines Café. Dort stärken wir uns bei Käsekuchen und Bienenstich für die kurze Rückfahrt zum Bahnhof Springe. Durch die Kaiserallee geht es in Richtung Deister. Kurz vor Springe liegt noch das Apfelbaummuseum mit 100 alten Apfelsorten. Am Bahnhof Springe haben wir dann rund 30 Kilometer für unsere Tour um den Saupark auf dem Tacho stehen.

❱❱ www.landesforsten.de
❱❱ www.wisentgehege-springe.de

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