Ein Mann mit Herz
Mann mit Herz: Marco Langrehr vom gleichnamigen Back-Unternehmen wird zugunsten von „Ein Platz für Kinder“ Kekse backen. Foto: cle

Ein Mann mit Herz

Marco Langrehr backt Kekse für den guten Zweck

Das_Rote_Sofa_Logo.inddHannover. Marco Langrehr ist nicht nur einer der größten Bäcker in der Region Hannover, er ist auch ein Mann mit Herz: Er wird in der kommenden Woche gemeinsam mit „hallo Wochenende“ und den Indians Kekse zugunsten der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ backen. In einem „Roten-Sofa“-Interview hatte die Geschäftsführerin der Stiftung, Johanna Ruoff, angekündigt, ein Haus für misshandelte Kinder in Hannover bauen zu wollen.

Von Heike Schmidt
Hannover. Es war ein Interview mit Folgen: Nachdem Marco Langrehr davon erfahren hatte, dass die Stiftung „Ein Platz für Kinder“ ein neues Haus für missbrauchte Kinder initiieren will, sich derzeit aber immer weniger Spender für solche Projekte finden lassen, erklärte er sich spontan zu einer Backaktion zugunsten der Stiftung bereit. Am kommenden Donnerstag wird Langrehr, der in dritter Generation das Backunternehmen seiner Familie betreibt, gemeinsam mit „hallo Wochenende“ Lebkuchen backen. Diese werden dann am Sonnabend, 19. Dezember, gegen eine Spende in allen Filialen seines Unternehmens abgegeben. Das Geld wird eins zu eins der Stiftung zugute kommen.

Herr Langrehr, warum wollen Sie helfen?
Ich mache das total gerne. Wir engagieren uns schon im Ju­gendsport, die sich für die Integration von ausländischen Jugendlichen einsetzen.

Nun ist das Projekt der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ nun ein ganz anderes. Es geht um missbrauchte Kinder…
Ja, das ist etwas total anderes. Aber als ich das gelesen habe, war ich schon schockiert. Ich selbst habe zwei Kinder. Ich finde es sehr wichtig, sich für solche, misshandelten Jungen und Mädchen einzusetzen, die es nicht so gut haben, die sogar oftmals ihr Zuhause verloren haben. Ich habe mit meinen Kindern darüber gesprochen. Sie werden am kommenden Donnerstag mitbacken.

Die Mattisburg, die für diese Kinder gebaut werden soll, soll in Hannover gebaut werden. Wie wichtig ist es Ihnen, dass es sich um ein Projekt vor Ort handelt?
Das ist mir sehr wichtig. Wir müssen auch einmal schauen, was direkt vor unserer Haustür passiert. Außerdem finde ich es wichtig, dass man die Beteiligten kennt, die sich darum kümmern.

Warum ist es für Sie wichtig, vor Ort zu helfen?
Wissen Sie, alle spenden jetzt für die Flüchtlinge, das ist wichtig und richtig. Aber ich finde es auch superwichtig, dass man etwas vor Ort macht. Ich finde es auch total wichtig, dass man weiß, wohin das Geld geht – und zwar eins zu eins. Ich werde die Lebkuchen selber mit in einer Filiale abgeben und das Projekt erklären. Wenn man einen persönlichen Ansprechpartner hat, ist das doch toll!

Was werden wir am kommenden Donnerstag denn backen?
Ich denke an Lebkuchen, die durchaus größer als normale Kekse sind. Kekse hören sich so popelig an. Die verzieren wir dann noch und verpacken sie. Wir werden sie verschenken und um eine Spende bitten. Dabei ist es egal, ob ein Kind vielleicht nur 50 Cent oder jemand anderes zwei Euro gibt.

Jetzt ist es ja nicht gerade so, als dass Sie vor Weihnachten wenig zu tun hätten…
(lacht) Nein, ganz und gar nicht: Stollen, Kekse, Kuchen, Weihnachtsfeiern, die wir beliefern und natürlich das Tagesgeschäft. Wir haben jetzt wirklich sehr viel zu tun.

Was essen die Kunden denn vor Weihnachten am liebsten?
Am liebsten haben sie tatsächlich Klassiker: Stollen, Lebkuchen und Butterkekse.

Kurz vor Redaktionsschluss meldete sich noch ein weiterer Unterstützer: Die Hannover Indians werden bei ihrem Spiel am 20. Dezember ebenfalls die Kekse gegen eine Spende zugunsten der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ an die Fans abgeben. Zudem werden sie 50 größere Herzen im VIP-Zelt meistbietend vergeben.

?? Mehr Informationen zur Stiftung „Ein Platz für Kinder“ sowie zur Mattisburg und dem Kid finden sich unter www.epfk.de

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