Ein Park mit Strahlwirkung
Axel Priebs, Baudezernent der Region Hannover, (von links), Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer Rainer-Jörg Grube beim ersten Spatenstich. Foto: Heinze

Ein Park mit Strahlwirkung

In Linden-Süd entsteht für 1,62 Millionen Euro ein Park mit regionsweiter Bedeutung

Der erste Spatenstich für den Stadtteilpark Linden-Süd ist gesetzt: Der größte Grünstreifen im Viertel zwischen Benno-Ohnesorg-Brücke und Legionsbrücke wird deutlich aufgewertet. In drei Bauabschnitten soll aus der etwa 2,6 Hektar großen verwilderten Grünanlage am Ihmeufer ein Schmuckstück mit vielen Attraktionen für Jung und Alt werden. Im ersten 1,6 Hektar großen Abschnitt wird die Fläche zwischen ehemaliger Hautklinik und Legionärsbrücke umgestaltet. Die Kosten für diesen Bauabschnitt betragen 1,62 Millionen Euro. Die Region Hannover beteiligt sich daran mit 230 000 Euro, weil sich in diesem Gebiet sechs Radwege treffen, die auch für das hannoversche Umland wichtig sind.
Der grüne Baum-Wiesen-Charakter an der ehemaligen Hautklinik soll erhalten und ausgebaut werden. Der Uferweg wird auf 3,5 Meter verbreitert und besser an das Verkehrsnetz angebunden. 15 Bäume müssen für die Umgestaltung gefällt werden. Als Ersatz will die Stadt an anderer Stelle neue Gehölze pflanzen. In die Planungen waren die Einwohner des Stadtteils von Beginn an in Form von Versammlungen und Projektgruppensitzungen eng eingebunden.
Spiel und  Sport sind die zentralen Elemente der Umgestaltung. Außerdem stehen das Erreichen von Barrierefreiheit – das Gelände fällt zwischen Aue­straße und Ihme bis zu fünf Meter ab – und Zugänge zum Fluss auf der Umbauliste. Ein Fitnessparcours und ein zentraler Platz mit vielen Sitzmöglichkeiten sollen die Mittelpunkte des neuen Stadtteilparks bilden. „Der Park ist so gestaltet, dass er über die Stadtteilgrenzen hinweg interessant ist“, sagte Landschaftarchitektin Gwendolyn Kusters, die für die Parkplanungen zuständig ist, beim ersten Spatenstich.

Sport im Park

Für den Fitnessparcours sind mehrere Trimm-dich-Geräte für alle Generationen vorgesehen. An den Parcours wird nach den Planungen ein Basketballplatz angrenzen. Dieser soll über einen speziellen Bodenbelag verfügen und wäre damit der erste öffentliche Basketballplatz dieser Art in Hannover. Einige Bäume müssen für diesen Platz gefällt werden, da ihre Äste in den Luftraum des Spielfelds ragen. Auch eine sogenannte Pool­anlage für Skater, Inliner und Scooter soll errichtet werden. Ein Stangen-Fitnesswald für „fortgeschrittene Bewegungskünstler“ – so Parkplanerin Kusters – runden das sportliche Angebot ab.

Zugang zur Ihme

Der direkte und barrierefreie Zugang zur Ihme mit mehreren Verweilorten, war von Beginn an fester Bestandteil der Planungen für den Stadtteilpark. Im Norden befinden sich diese auf gleicher Höhe mit dem Uferweg und bieten mit entsprechendem Sitzmobiliar die Möglichkeit, „Blicke über das Wasser schweifen zu lassen“ – so die Stadtverwaltung. Als barrierefreie Anlage wird der südlichste Verweilort bis ans Wasser konzipiert. Auch mobilitätseingeschränkte Personen haben hier die Möglichkeit, direkt an der Ihme zu sitzen.

Zugang zum Park

Mit dem sogenannten „Ihme-Blick-Süd“ wird der südliche Zugang zum Park aufgewertet. Eine etwa 60 Meter lange Rampe, die um die auffälligen großen Bäume herum führt, wird zukünftig barrierefrei in den Park führen. Der bisherige sehr steile Zugang zum Bolzplatz wird geschlossen. Hier wird auf Höhe der Auestraße ein kleines Plateau mit Bänken errichtet. Der Standort der mobile Toilette bleibt erhalten. Das Dixie-Klo wird mit Holz verkleidet und damit optisch deutlich aufgewertet. „Ich finde die Lösung sehr gut“, sagte Carsten Tech, Quartiersmanager für Linden-Süd. Als Ersatz für den geschlossenen Zugang zum Bolzplatz wird der Skatepool durch eine großzügig dimensionierte Treppe an die Auestraße angebunden.

Stimmen zum neuen Stadtteilpark

„In der regionalen Naherholungsplanung spielt die Ihme mit ihren weitreichenden Verbindungen eine wichtige Rolle. Gleich sechs Routen unseres Freizeitradwegesystems führen vorbei am Parkbereich in Linden-Süd“, sagt Professor Axel Priebs, Erster Regionsrat und Dezernent der Region Hannover für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover.

„Hier entsteht ein attraktiver Ort für Jung und Alt. Und es bleibt ein Park im Grünen“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette, Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin. „Und hier entsteht Hannovers zwölfter Mehrgenerationen-Fitnessparcours“, so die Dezernentin.

Carsten Tech, Quartiersmanager für Linden-Süd, spricht von „einer absoluten Erfolgsgeschichte“ und hofft, „dass alle Parknutzer, die jetzt da sind, auch weiterhin den Park besuchen werden – auch die Besucher der Methadonausgabe-Praxis“.

„Der Stadtteilpark wird die Lebensqualität im Süden Lindens weiter erhöhen – nur ist immer wieder erstaunlich, wie lange es dauert, bis eine Idee umgesetzt ist“, sagt der Bezirksbürgermeister von Linden-Limmer Rainer-Jörg Grube.

Auch Gabriele Steingrube, CDU-Fraktionsvorsitzende im Bezirksrat ist begeistert vom Park: „Ich finde es super und bin sehr glücklich über den neuen Park, der sehr wichtig für das doch dichtbebaute Linden-Süd ist“, sagt sie.

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