Eine Zeitreise durch 50 Jahre Berenbosteler Tennisgeschichte Gründer Robert Hesse gibt Rückblick – Mitgliederzahlen sind auf rund 340 gestiegen

 

Gruppenbild der Amtsträger und Gründer beim Tennisverein Berenbostel. Bürgemeister Grahl (v. links) mit TV Vorsitzenden Dieter Koschmieder, Kassenwart Helmut Buschmann, Vertreterin des 1. Vorsitzenden Nadine Brokmann und dem Gründungsvorsitzenden Robert Hesse. Foto: r

 

Berenbostel. Der Tennisverein Berenbostel hat das 50-jährige Vereinsjubiläum mit einem Tag der offenen Tür und einem Jubiläumsball in der modernisierten Tennishalle gebührend gefeiert.50 Jahre sind eine lange Zeit – der Gründungsvorsitzende des Tennisvereins Berenbostel, Robert Hesse, gab einen Rückblick in die Gründungszeit. Er gehörte zu den Initiatoren der Vereinsgründung im Juli des Jahres 1968.

Aus Fuchsberg wird Fuchsfeld

Robert Hesse kümmert sich mit Tenniskollegen um die Überplanung einer Fläche für die Anlage von Tennisplätzen am Rande von Berenbostel, dem Fuchsberg. Noch heute führt der Club den Fuchs als Symbol im Vereinslogo mit den Vereinsfarben blau, weiß, rot – auch wenn später aus dem Fuchsberg das Fuchsfeld wurde, die heutige Adresse des Vereins. Als sportlicher Höhepunkt und von den umliegenden Tennisvereinen gern besucht, etablierte sich der Fuchsberg-Pokal, der erstmals 1973 ausgespielt wurde. Erste Damen-Siegerin des Pokals war übrigens Edda Meister von Blau Weiß Neustadt und bei den Herren Jörg Rosenbrock vom selben Verein. Aus ganz Norddeutschland reisten die Teilnehmer an. Das Turnier genießt bis heute, nach einer sportlichen Pause von 2001 bis 2014 wieder eine besondere Atmosphäre unter Spielern, was sicherlich auch der romantisch gelegenen Clubanlage geschuldet ist.

Wir wollten nie elitär wirken

Robert Hesse erinnerte in seinem Rückblick an diese Ereignisse, die legendären Tennisbälle zuerst bei Gasthaus Reddert im Saal und die stets sehr gute familiäre Gemeinschaft im Verein. Wichtig war ihm, „wir wollten nie elitär wirken, sondern offen, für neue Mitglieder und Ideen sein.“

Ein großer Schritt in der Vereinsgeschichte war im Jahr 1977 der Bau der eigenen Tennishalle. Ein weiterer großer Schritt war die Komplett-Modernisierung nach aktuellen energetischen Standards im Jahr 2015. Immerhin kostete die Sanierung 288.000 Euro, das Projekt wurde von der Region Hannover als besonders vorbildlich ausgezeichnet und ist Teil des Förderprogramms Eco-Sport gewesen. Die tolle neue sportliche Arena habe dazu geführt, dass die Auslastung deutlich gestiegen ist, berichtet Schatzmeister Helmut Buschmann zufrieden. Der moderne Bodenbelag entspricht ATP-Arenen.

Bürgermeister Christian Grahl war bei der Feier zum Jubiläum von der Sportstätte sehr angetan und ermunterte den Club zum Bau eines zweiten Spielfeldes, berichtet Pressesprecherin Nadine Brokmann. Der Platz auf dem Vereinsgelände wäre vorhanden, das wäre sicherlich wünschenswert, sagte sie.

Jubilare wurden geehrt

An der Jubiläumsfeier, die vom Vorsitzenden Dieter Koschmieder eröffnet wurde, waren weitere Mitglieder aus der Gründungszeit vertreten, so die 92-jährige Marlene Tesch-Pape und die Familien Wagner und Schmidt. In der 50 jährigen Vereins-Vorstandsgeschichte taucht der Name Hesse übrigens gleich zweimal auf, nicht nur Robert Hesse, sondern auch sein Sohn Robert Andreas Hesse übernahm Verantwortung im Verein. 1968 bis 1980 lenkte Robert Hesse II die Geschicke mit Paul Woitzik, 1996 übernahm Robert Andreas Hesse das Steuer und war bis 2005 Vorsitzender. Beide Hesses sind auch engagierte Tennisspieler gewesen.

Geehrt für 50-jährige Vereinstreue wurden Ellen und Robert Hesse, Robert Andreas Hesse, Hildegard Stargardt, Walter Volkwein und Lore Warnemünde.

Die Mitgliederzahlen zeigen einmal mehr, dass der Verein auf Erfolgskurs ist: Durch Aktions-Mitgliedschaften im Jubiläumsjahr ist die Mitgliederzahl auf 340 hoch katapultiert worden, von 266 zum Saisonstart 2018. Sehr viele junge Menschen seien aktiv. Buschmann: „Wir rechnen mit einer stabilen Marke oberhalb von 300 Mitgliedern.“ hb

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