Es kommt auf den „richtigen Dreh“ an
Ein irres Gefühl: Marcel Meier gleitet über das Wasser. Foto: r

Es kommt auf den „richtigen Dreh“ an

Wasserski ist wie Fahrradfahren: Wer es kann, verlernt es nicht mehr

Bevor es auf das Wasser geht, müssen Neuinteressierte erst einmal Trockenübungen an Land meistern. Mit einem an einen Baum gebundenen Seil üben sie, wie sie aus dem Wasser kommen und dann tatsächlich Wasserskilaufen können. „Wer schon einmal im Winter auf Skiern stand, hat gewisse Vorteile“, sagt Michael Meier, der Vereinsvorsitzende des 1. Wasserski­clubs Hannover. Doch auch völlig Ungeübte könnten nach einigen Starts das Wasserskilaufen beherrschen.
Der Verein bietet Interessierten die Möglichkeit, in den Wasserskisport hineinzuschnuppern und sich von den ersten Startversuchen bis zum Wasserskiwettkampf weiterzuentwickeln. Neben dem klassischen Paarski können auch Slalom, Trickski sowie Wakeboard und Wakeskate erlernt werden. Seit über 50 Jahren liegt das Wasserski-Revier sehr zentral und mitten in der Stadt zwischen Dornröschen- und Schwanenburgbrücke. Am Sonnabend, 29. Juli, findet unter dem Motto „Willkommen im Club“ ein Tag der offenen Tür auf dem Areal, In den Kämpen 55, statt. Ab 15 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem Showlaufen der Clubmitglieder und ab 15.30 Uhr kann jeder, der Lust hat, vergünstigt über das Wasser mit Skiern seine Runden drehen. „Anders als an der Wasserski-Seilbahn holen wir unsere Wasserskifreunde direkt gleich wieder aufs Wasser, wenn es doch mal nicht so geklappt hat“, verspricht Sportwart Marcel Meier. Mitzubringen sind lediglich Badehose, Bikini oder Badeanzug, alles andere – Wasserskianzug, Schwimmweste und Skier – wird vom Club gestellt. Ein 300 PS starkes Boot, das auf Gasbetrieb umgerüstet ist, kann jeden aus dem Wasser holen. Erfahrene Trainer helfen den Besuchern dabei, den Bogen schnell raus zu bekommen.
Mit Uwe Requa ist auch ein besonders erfahrener und erfolgreicher Wasserskiläufer dabei. Er wurde kürzlich Deutscher Meister im Slalom. Mit etwa zehn Jahren können laut Michael Meier Kinder mit dem Wasserskilaufen anfangen. Die derzeit Jüngste im Verein ist Lara Platins. „Hier sind alle sehr nett und ich hoffe, dass ich schon bald auf einem Ski Slalom fahren kann“, sagt die Elfjährige. „Wer einmal den Dreh raus hat, wird es nicht mehr verlernen“, sagt Meier. „Das ist wie Fahrradfahren.“

Infos zum Wasserskiclub Hannover

Der 1. Wasserskiclub Hannover hat sein Vereinsgelände an der Leine, In den Kämpen 55. Die öffentliche Wasserskistrecke ist deutschlandweit die einzige innerstädtische. Sie befindet sich zwischen der Dornröschen- und der Schwanenburgbrücke.

Die Mitgliedschaft kostet für eine Einzelperson 21 Euro monatlich und eine einmalige Aufnahmegebühr von 190 Euro. Ehepaare zahlen 32 Euro monatlich plus einmalig 290 Euro. Für Familien (zwei Erwachsene und zwei Kinder) sind es 36 Euro und ebenfalls 290 Euro Aufnahmegebühr. Mitglieder zwischen 17 und 27 Jahren zahlen 15 Euro pro Monat und einmalig 100 Euro. Jugendliche bis 16 Jahren zahlen 9 Euro und keine Aufnahmegebühr. Beim Wasserskilaufen kostet eine Minute 1,10 Euro.

Interessierte können sich vorher anmelden und dann an einem schönen Tag ab 17 Uhr Mitglieder antreffen, die ihnen Näheres erzählen. Zwischen 8 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr kann montags bis sonnabends gelaufen werden, sonntags gilt noch ein Fahrverbot. Weitere Informationen per E-Mail an post@wasserski-hannover.de oder im Internet unter www.wasserskiclub-hannover.de.

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