Es war einmal im Orient
Auch Könige müssen lernen: Jonas Krüger (als Mahmut, links) und Ercan Altun (Erzähler). Foto: Jörg Landsberg

Es war einmal im Orient

Deutsch-türkisches Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren

Ein Theaterstück auf deutsch und türkisch? Kann man das überhaupt verstehen? Und ob! Es braucht nicht immer Worte, damit eine Botschaft ankommt. Manchmal reichen auch Gesten aus. Im neuen Stück „Das Märchen vom Märchen im Märchen“ der Jungen Oper wechseln sich überwiegend deutsche Dialoge mit türkischen Gesang ab. In diesem Märchen lernt der Waisenjunge Mahmut (Jonas Krüger) auf verschiedene Art und Weise die Welt kennen. Besonders wird ihm dabei eins bewusst: Nichts auf der Welt geht verloren.
Die Mischung der Sprachen ist aber nicht die einzige Besonderheit. Nur drei Schauspieler wirken beim Märchen mit. Doch Charaktere gibt es weitaus mehr. Immer wieder schlüpfen der Erzähler (Ercan Altun) und die Solistin (Marlene Gaßner) mit Hilfe von verschiedenen Requisiten in unterschiedliche Rollen. Als Erzähler tritt Altun zu Beginn des Stücks mit einer goldener Kopfbedeckung und einem goldenen langen Mantel vor das Publikum, rollt seine Rede aus und beginnt das Märchen zu erzählen. In der nächsten Szene legt er seinen Mantel ab, wechselt die goldene in eine weiße Kopfbedeckung um und wird so zu einem gebückt gehenden, geldgierigen Kaufmann. Doch das ist nicht die einzige Verwandlung. Als Bürger der Stadt taucht er wenig später im Publikum wieder auf – denn er möchte König werden. Mal mit Kopfbedeckung, mal ohne stellt Altun sich dabei immer wieder in den Mittelpunkt und beschwert sich lauthals über alles, was ihm nicht passt. Von einem Störenfried wandelt er sich dann wieder mit goldenen Mantel und Brille auf der Nase zu einem strengen Lehrer. Dabei spricht er jeden Charakter mit einem anderen Akzent, so dass sie auch wirklich auseinander gehalten werden können.
Um den Szenen noch einen besseren Ausdruck zu verleihen, werden sie unter Leitung von Florian Groß musikalisch untermalt. Am Anfang sind eher leise und ruhige Klänge zu hören, die nachdenklich stimmen. Je nach Situation verändert sich dann die Musik. Von fröhlich stimmenden Tönen über liebliche Klänge wird es am Ende sogar dramatisch.

Vor der Vorstellung am Sonntag, 26. März, gibt es ab 14 Uhr einen interkulturellen Kaffeeklatsch für Familien im Ballhof Café (Ballhof zwei, Knochenhauerstraße 28). Der Eintritt dazu ist frei. Tickets gibt es für 17,50 Euro, ermäßigt für 8 Euro unter Telefon (0511) 99 99 11 11, www.oper-hannover.de, an den Kassen im Schauspiel- und Opernhaus sowie an allen bekannten VVK-Stellen.  

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