Handball kennt kein Handicap
Wollen Kinder für Handball begeistern: Karen Achtermann (von links), Anja Henneke, Ulrike Wilke und Susi Wittkowski. Foto: r

Handball kennt kein Handicap

Neues Projekt für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung

Die Idee entstand, als vier befreundete Handballspielerinnen im vergangenen Jahr beim Handballturnier der Special Olympics zugeschaut hatten. Karen Achtermann, Anja Henneke, Ulrike Wilke und Susi Wittkowski waren von der Begeisterung der körperlich und geistig beeinträchtigten Spieler so angetan, dass sie sich überlegten, in Hannover ein regelmäßiges Handballangebot für Menschen mit und ohne Behinderung anzubieten. Schnell war das Projekt „Handball kennt kein Handicap“ geboren. Immer montags von 16.30 bis 18 Uhr treffen interessierte Kinder und Jugendliche in der Sporthalle der Freien Evangelischen Schule (FESH), Prinz-Albrecht-Ring 67, zusammen, um Handball zu spielen. „Anfänger und auch Fortgeschrittene sind bei uns willkommen. Hier gibt es keinen Leistungsdruck, alle sollen Spaß an dem tollen Sport haben“, sagt Wilke.
In Kooperation mit den beiden Vereine HSC und TuS Bothfeld und durch die finanzielle Unterstützung der Otto-Stiftung startete das Projekt in dieser Woche mit zwei Kindern mit und drei ohne Behinderung. „Wir bieten richtiges Handballtraining an mit Torwürfen und weiteren Dingen“, sagt Wilke. Wenngleich diese Übungen „einfach gestrickt“ sind, wie die langjährige Handballerin sagt. Die vier Trainerinnen der Gruppe wissen, dass es ein langer Weg sein wird, bis sich das Projekt etabliert hat. „Wir haben bei den Handicap-Kickern gesehen, dass es immer weiter wächst“, so Wilke. Auch bei den Fußballern spielen beeinträchtigte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam.
Die vier Initiatorinnen des inklusiven Angebots hatten sich vorab vor Ort in Lübeck informiert, wie ein ähnliches Projekt dort läuft. „Als wir die Kinder, die mit so viel Freude bei der Sache waren, gesehen hatten, war uns endgültig klar, dass wir das auch in Hannover durchziehen wollen“, sagt Wilke. In der Hansestadt spielten Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Schweregraden miteinander. Es hätte auch in Hannover schon deutlich eher starten können, doch die Suche nach geeigneten Hallenzeiten gestaltete sich schwierig. „Ein halbes Jahr mussten wir danach suchen“, sagt die Handballerin.
Wer bei den Trainingseinheiten in Bothfeld teilnehmen möchte, meldet sich nach Möglichkeit vorab per E-Mail ab steinchen-anja@web.de an. Nähere Informationen gibt es im Internet unter handballkenntkeinhandicap.wordpress.com. bo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.