Hörspaziergang durch die Eilenriede
Bilge Tutkunkardes von der Regionalen Naherholung (von links), die Autorin Stefanie Krebs und Karin van Schwartzenberg, Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün haben den Hörspaziergang in der Eilenriede vorgestellt. Foto: Haak

Hörspaziergang durch die Eilenriede

Wo heute Spaziergänger das Wochenende genießen, haben einst Schiffe Torf für die Brennöfen in die Stadt transportiert. Der neue Hörspaziergang „Eilenriede im Ohr“ führt durch den Stadtwalde. Er erzählt, wie die Eilenriede früher einmal aussah und wie er heute genutzt wird. „Auch alle, die oft in der dort sind, können dabei noch viel Neues entdecken“, ist sich Karin van Schwartzenberg sicher. Die Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün hat die Audio-Tour in Auftrag gegeben.

Ein Lieferant für Brennholz, eine hübsche Parkanlage oder ein Stück schützenswerter Natur mitten in der Stadt – der Hörspaziergang „Eilenriede im Ohr“ vermittelt einen Eindruck davon, wie sich der Stadtwald und seine Bedeutung für die Bürger im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. An elf Hörstationen erhalten die Spaziergänger Infos über Geschichte und Gegenwart.

Gespräch mit einer Pilzexpertin

Am Lister Turm erklärt Autorin Stefanie Krebs, was es mit den Wachtürmen rund um die Eilenriede auf sich. Die Zuhörer erfahren auch, warum gerade dort Wirtshäuser entstanden sind. Ein Stückchen weiter geht es dann um die Geschichte des Milchhäuschens.

Besonders gut gefällt Krebs selbst die Station 6. Dort kommt die Pilzexpertin Rita Lüder zu Wort. „Sie erzählt sehr leidenschaftlich. Da kommt viel persönliche Haltung und Atmophäre rüber. Nach unserem Gespräch hatte ich das Gefühl, überall von Pilzen umgeben zu sein“, schildert Krebs.

Die Hörstationen sind über die gesamte Eilenriede verteilt. Realistischer als ein Spaziergang ist deshalb eine etwa dreistündige Radtour entlang der Route. Allein 80 Minuten dauern die Tonaufnahmen. Spaziergänger können aber auch gezielt einzelne Stationen ansteuern. Denn sie bauen nicht aufeinander auf.

Spaziergang mit Smartphone oder Audiogerät

Der Hörstationen sollen ergänzen, was die Besucher selbst im Stadtwald erleben. Dabei dreht sich nicht alles nur um die Vergangenheit. Der Hörspaziergang animiert auch dazu, heute genauer hinzuschauen und hinzuhören. An jeder Station ertönt eine Vogelstimme. Vielleicht erkennen die Zuhörer beim nächsten Spaziergang ohne Kopfhörer die ein oder andere von ihnen wieder.

Das Servicebüro im Stadtteilzentrum Lister Turm verleiht kostenlos Audiogeräte. Es muss ein Pfand von 20 Euro hinterlegt werden. Mit dem Smartphone genügt es, an einer Station den QR-Code einzuscannen. Dann gelangt man direkt zu der entsprechenden Ton-Datei und kann sie anhören. Wer Datenvolumen einsparen möchte, kann den vollständigen Hörspaziergang auch zu Hause über W-Lan herunterladen.

Alle Infos und die Hördateien findest du hier.

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