Ich habe einen Traum von den Paralympics
Gekonnter Wurf: Alexander Budde (links) in Aktion.Foto: Lobback

Ich habe einen Traum von den Paralympics

Für Alexander Budde ist Rollstuhlbasketball ein wichtiger Faktor im Leben

Ich bin mit Spina Bifida, einem Loch im Rückenmark, wo Nervenflüssigkeit ausläuft, und Sichelfüßen, einer Fehlstellungen beider Füße, geboren und doch fühlte ich mich in meiner Kindheit zu allem fähig und habe schon sehr früh angefangen sportlich zu träumen. Im Jahr 2006 als ich noch laufen konnte, habe ich viele Sportarten von Basketball über Schwimmen bis Tischtennis ausprobiert und auch gespielt. Doch dann kam ich in den Rollstuhl und von diesem Zeitpunkt an fühlte ich mich sportlich eingeschränkt. Doch da irrte ich mich. Als ich 2013 zu einem Rollstuhlbasketball „Try out“ eingeladen wurde, war von diesem Zeitpunkt an klar: Dies ist mein Sport.
Viele sagten mir schon damals, ich würde die besten Voraussetzungen für diesen Sport mitbringen. Ich habe lange Arme, bin 1,96m groß und durch meinen Vater, welcher früher ebenso Basketball gespielt hat, geprägt worden. Unterstützung bei meinem neuen Sport bekam ich auch von meiner Mutter, die schon immer alles für mich getan hat.
Und auf einmal ging alles recht schnell. Über den Vereinseintritt 2014 bei Blau Weiss Buchholz, ein Jahr später die Aufnahme in den Landeskader und von da aus ein weiteres Jahr später die Berufung in die U19 Nationalmannschaft.
Dieses Jahr wurde ich in die U23 Nationalmannschaft berufen und werde somit an der Weltmeisterschaft in Toronto teilnehmen. Das ist das wohl Fantastischste, was ich bisher erreicht habe. Damit ist der nächste Schritt in Richtung meines Traumes, der Teilnahme bei den Paralympics, gemacht.
Seit einem Jahr spiele ich für den Rollstuhlbasketballverein Hannover United. Da die erste und zweite Mannschaft von United dieses Jahr aufgestiegen ist, werde ich in der nächsten Saison mindestens in der 2. Bundesliga spielen. Ich hoffe natürlich aber auch Einsatzzeiten in der 1. Bundesliga zu bekommen.
Oft muss man große Träume Stück für Stück angehen und seit ich letzten Sommer auf das Lotto-Sportinternat Hannover gezogen bin, lebe ich den Traum eines jeden Leistungssportlers. Ich habe seitdem sehr kurze Wege zum Training und gute Betreuung, sportlich sowie abseits des Sports. Damit kann ich mich perfekt auf die Schule sowie den Sport konzentrieren. Mit der Berufung in den U23 Nationalmannschafts Kader rückt der große Traum der Paralympics natürlich näher, doch das ist kein Grund, sich zurück zu lehnen. Jetzt heißt es für mich umso härter arbeiten, kämpfen und trainieren, damit eines Tages mein größter Traum in Erfüllung gehen kann.

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