Indians zerlegen die Scorpions
Verbissene Zweikämpfe: Lukas Valasek (links, Nr. 87) von den Indians rückt Scorpion Michael Budd auf den Pelz. Foto: Oheim

Indians zerlegen die Scorpions

Eishockey: Freitag, 17. März, Play-off-Start / Eklat bei der Pressekonferenz

Die Hannover Indians haben sich in beeindruckender Manier die Derbyserie in den Pre-Play-offs gegen die Scorpions aus der Wedemark gesichert und sind in die erste Play-off-Runde eingezogen. Vor leider nur gut 3 100 Zuschauern zog das Team von Coach Tobias Stolikowski den Scorpionen gleich mit einem 8:1-Kantersieg den Stachel und sicherte sich so ganz nebenbei die imageträchtige Regionsmeisterschaft. Am Freitag hatten die Indianer in Spiel eins mit 4:3 in Mellendorf die Oberhand behalten.
Während es für die Rothäute nun ab dem kommenden Freitag in einer „Best-of-five“- Serie gegen Ligenprimus Herne oder die Duisburger Füchse geht, haben nach den Scorpions aus Langenhagen auch die Namensvettern aus Hannover’s Norden Sommerpause.
„Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv auf dieses Duell vorbereitet und waren über die Serie klar das bessere Team“, atmete ECH-Coach Tobias Stolikowski nach dem entscheidenden Match erleichtert auf: „Wir waren in beiden Spielen bissiger, haben mehr Herz und Leidenschaft gezeigt und haben die vorgegebene Taktik überragend umgesetzt und das Ding souverän zu Ende gebracht.“
Stolikowski vergaß aber auch nicht, neben seinem Co-Trainer Brad Bagu auch die Kassel Huskies und in Persona deren Trainer Rico Rossi in seinen Dank mit einzubeziehen: „Dass Rico uns Goalie Mirko Pantkowski zur Verfügung gestellt hat, war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. Mirko hat 120 überragende Minuten gezeigt.“
Waren sich beide Teams im ersten Duell am Freitag noch auf Augenhöhe begegnet, so hielt dieser Zustand am Sonntag nur noch die ersten zwanzig Spielminuten an. Dann betätigte sich Tobias Schwab mit einem Doppelschlag binnen 24 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels als Dosenöffner und komplettierte nur knapp fünf Minuten später mit seinem dritten Treffer Blitz-Hattrick. Der Bann war gebrochen und der ohne die angeschlagenen Dennis Schütt und Sebastian Pigache angetretene Mellendorfer Minikader zeigte leichte Auflösungserscheinungen.
Als dann im Schlussdrittel auch noch Björn Bombis (Infekt) und Andy Reiss mit einer Nackenstauchung passen mussten, war der Weg der Hausherren zu einem Schützenfest frei.
Zum Eklat kam es nach der Begegnung, als die Indians dem Wedemarker Co-Trainer Peter Willmann den Zutritt zum VIP-Zelt „aufgrund von Vorkommnissen aus der Vergangenheit“ (Indians Geschäftsführer David Sulkovsky) verweigerten und Coach Dieter Reiss folglich die Pressekonferenz und Statements zum Spiel verweigerte.
Gegenüber hallo Wochenblatt zog der Trainer dann zwar ein insgesamt zufriedenes Saisonfazit, haderte aber ein wenig mit der Serie gegen den Lokalrivalen: „Das war eine Goalie-Serie, in der letztlich Pantkowski und die special Teams entscheidend waren“, so Reiss: „Die Indians waren in Überzahl eiskalt und haben einfach eine andere Mentalität gezeigt, als wir. Schade, wir hätten der Saison gerne das Sahnehäubchen aufgesetzt.“
Abhängig vom gestrigen Ergebnis zwischen Halle und Erfurt (nach Redaktionsschluss) geht es nun am Freitag gen Westen, nach Herne oder Duisburg. Spiel zwei wird dann am Sonntag um 19 Uhr am Pferdeturm angepfiffen. mk

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