Wir alle sind Zeugen
Im afrikanischen Burkina Faso bedrohen lange Dürreperioden die Ernte. Foto: Ba Mahamadou / Klima-Bündnis

Wir alle sind Zeugen

Ausstellung zum Klimawandel im Foyer der Volkshochschule

Mehr Hitzetage und Tropennächte, Starkregen und Baumschäden: „Auch in Hannover sind bereits jetzt die Auswirkungen des Klimawandels spürbar“, erklärt Ingrid Schulz vom städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Wie gravierend die Änderung des Klimas in das Leben der Menschen in vielen anderen Ländern der Erde eingreift, dokumentieren 24 Schautafeln, die im Foyer der Volkshochschule am Hohen Ufer aufgebaut sind. Unter dem Titel „Wir alle sind Zeugen“ hat das Klima-Bündnis Luxemburg Erfahrungen von Menschen aus 16 Ländern von vier Kontinenten zum Klimawandel gesammelt. Da ist etwa von einem Inuit-Jäger aus Grönland zu lesen, dass er für die Jagd nun viel weiter in das Inlandeis fahren muss, da die größte Insel der Erde an den Rändern abschmilzt. Oder von Menschen in Südamerika, die sowohl mit Überschwemmungen als auch mit längeren Dürreperioden zu kämpfen haben.
Das Klima ändert sich weltweit. Im Durchschnitt wird es überall wärmer. Hauptursache dafür ist die Freisetzung des Treibhausgases CO2. Und das stammt in Relation zur Bevölkerung überwiegend aus  Industriestaaten wie den USA und Deutschland. Während der Klimawandel etwa in Hannover jedoch noch wenig spürbar ist, hat er in Entwicklungsländern bereits existenzbedrohende Folgen.
Wie die Stadt Hannover mit dem Klimawandel umgeht, ist auf sechs weiteren Infotafeln in der VHS dokumentiert. Seit 2012 wird eine lokale Anpassungsstrategie erarbeitet. Dazu gehören unter anderem der Hochwasserschutz und die Dachbegrünung, die an zahlreichen Stellen in der Stadt bereits umgesetzt wurden.
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm, dass unter www.klimawochen.de aufgelistet ist. Am Mittwoch, 22. März, führt ab 16 Uhr Silke Lunnebach vom Klima-Bündnis durch die Ausstellung. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Um Anmeldung per Mail an aktiv.vhs@hannover-stadt.de oder telefonisch unter (0511) 16 84 53 59 oder (0511) 16 84 47 03 wird gebeten. Geöffnet ist die Ausstellung in der VHS, Burgstraße 14, bis zum 6. April montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und sonnabends von 9 bis 14 Uhr.

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