„Wir müssen weiter hart arbeiten“
Will weiter hart arbeiten: Geschäftsführer Benjamin Chatton. Foto: bo

„Wir müssen weiter hart arbeiten“

Handball: Recken-Geschäftsführer Benjamin Chatton über Trainer, Ziele und Talente

Hannover. Die TSV Hannover-Burgdorf hat mit dem siebten Tabellenplatz die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte gespielt. Vor allem im heimischen Wohnzimmer der Swiss Life Hall waren die Recken kaum zu bezwingen. Geschäftsführer Benjamin Chatton versteht die abgelaufene Spielzeit aber nicht als Ruhekissen, sondern als Ansporn für zukünftige Weiterentwicklungen. „Um dauerhaft zu den besten 25 Teams in Europa zu gehören, müssen wir hart arbeiten und weniger Fehler als unsere Mitbewerber machen“, weiß der 35-Jährige, dass der Erfolg von gestern keine Garantien für die Zukunft gibt.

Benjamin Chatton über…

…die zweitbeste Saison der Vereinsgeschichte
„Unsere mittelfristige Ausrichtung ist dauerhaft zu den zehn besten Mannschaften in Deutschland und somit zu den fünfundzwanzig besten in Europa zu gehören. Die Platzierung an sich ist zwar schön anzuschauen, aber lediglich eine Bewertung der Vergangenheit, denn für die Zukunft gibt uns das keine Garantie. Es kann sowohl Ansporn sein, aber auch sich als Hypothek für die neue Saison erweisen. Wir tun gut daran, wenn wir mit einer realistischen Erwartungshaltung als Fundament in die neue Saison gehen.“
…die Herausforderung, sich dauerhaft unter den „top ten“ in der Bundesliga zu etablieren
„Diese mittelfristige Zielsetzung ist alles andere als selbstverständlich. Hierfür müssen wir nicht nur hart arbeiten, sondern vor allem auch weniger Fehler machen als unsere Mitbewerber.“
…den Anteil von Jens Bürkle am Aufschwung
„Da ein Trainer in der öffentlichen Meinung in der Regel die Verantwortung für Misserfolg bekommt, muss er schlussfolgernd auch im Erfolgsfall einen großen Anteil haben. Jens ist bekanntlich ein Schwabe, daher bemühe ich mal das Sprichwort it gschompfa isch globt gnuag.“
…die Heimbilanz von 24:8 Punkten
„Nur zwei Heimniederlagen sind eine außergewöhnliche Bilanz und nur schwer zu steigern. Die Recken-Festung hat ihren Namen in dieser Saison symbolisiert und die Zuschauer hatten maßgeblichen Anteil an vielen emotionalen und mitreißenden Spielverläufen.“
…Kontinuität in der Personalplanung
„Kontinuität in der Personalplanung ist ein Erfolgsfaktor. Unsere Konstellation zur neuen Saison mit keinem Abgang und nur einem Zugang ist in dieser Hinsicht nahezu optimal. Aber es ist wie in der Formel 1: Nur weil der Tank voll ist und die Reifen aufgepumpt sind, wird man nicht automatisch das Ziel erreichen. Es kann aber die Grundlage für ein gutes Rennen sein.“
…die zahlreichen Talente aus der Reckenschmiede
„Von den 18 eingesetzten Spielern in dieser Bundesligasaison kamen acht Spieler aus dem Bereich der Nachwuchsrecken bzw. sogar direkt aus der eigenen Jugend. Mit Timo Kastening und Malte Semisch haben zwei Spieler gute Voraussetzungen, um eine ähnliche Recken-Geschichte zu schreiben wie Lars Lehnhoff. Diese Beispiele zeigen auch, dass es für junge Spieler möglich ist, mit uns in die Bundesliga zu kommen. Dies sollte der Ansporn für alle Recken-Talente sein. Unser Dank gilt an alle, die hierzu beitragen und sich in der Reckenschmiede mit hohem Engagement einbringen.“
…die Entscheidung, zukünftig in zwei Wohnzimmern zu spielen
„Die Voraussetzungen in Hannover sind dafür gegeben, dauerhaft zwei Recken-Festungen mit Emotionen zu füllen. Das sind eine tolle Herausforderung und Chance für die Zukunft zugleich. Und, wer kann schon sein Wohnzimmer nach der voraussichtlichen Gästezahl ausrichten?“
…den Handballboom in der Region Hannover
„Die Mannschaft ist in vielen Heimspielen über sich hinausgewachsen. Dies hat angesteckt und die Fans haben den Recken-Virus weitergetragen. Die Europameisterschaft hat das Handballfieber nochmal erhöht. Also Achtung, Recken sind ansteckend (lacht)…“

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