„Wir spielen mit Anspruch“
Bleibt ein starkes Team trotz zweier Auftaktniederlagen: Die Kicker von Niedersachsen Döhren. Foto: R

„Wir spielen mit Anspruch“

Fußball: Till Uhlig, Coach von Niedersachsen Döhren, über Auftaktniederlagen und Aufstiegsambitionen

Döhren. Die Spielvereinigung Niedersachsen Döhren zählt erneut zu den Aufstiegsfavoriten in der Bezirksliga 2. In der vergangenen Saison scheiterte das Team von Trainer Till Uhlig in den letzten Spielen an Personalproblemen. Der Start in die neue Saison ist mit dem Aus im Bezirkspokal und zwei Punktspielniederlagen ganz anders ausgefallen, als man dies erhoffen durfte. Am morgigen Sonntag, 21. August (15 Uhr), ist Iraklis Hellas zu Gast an der Schützenallee 10.

Wie ist ist die Stimmung?
Till Uhlig: Ganz sicher nicht so, wie sie nach Siegen gewesen wäre. Wir selber haben uns das auch anders vorgestellt. Die Ergebnisse waren bitter, sind aber nicht von ungefähr gekommen. Wir haben gegen starke Gegner gespielt und auf Grund vieler Faktoren wie Urlaub oder Verletzungen noch Defizite im körperlichen Bereich. Da müssen wir besser werden, aber dies werden wir. Nach fünf, sechs Spielen werden wir schauen, wie es aussieht. Und dann sehen wir weiter. Bisher ist es ärgerlich, aber noch nicht viel passiert.

In der Vorbereitung deutete ja nur wenig darauf hin?
Uhlig: Sie war okay, aber da haben wir gegen die Stärkeren schon gemerkt, dass dies alles kein Selbstgänger wird.

Eigentlich ist Ihr Kader aufstiegsreif besetzt?
Uhlig: Der ist gut besetzt. Ich glaube allerdings, dass die Liga in der Spitze stärker geworden ist. Da sind viele Mannschaften wie Stelingen, Godshorn, Misburg oder wie wir mit einem schlechten Start Garbsen und ich denke, es wird sich kein Team absetzen. Du musst mehr noch als in der vergangenen Saison in jedem Spiel absolut bereit sein, sonst bekommst du Probleme.

Warum gab es wie vergangene Saison mit 13 Neuen und zwölf Abgängen wieder einen Umbruch?
Uhlig: Grundsätzlich war das so nicht geplant. Es stellte sich heraus, dass bei einigen die Motivation nicht mehr ganz so vorhanden war. Dazu sind mit unserem langjährigen Kapitän Max Krüger einige Spieler in unsere II. Herren gewechselt. Tim Finkeldey studiert in Hamburg. So kam eins zum anderen. Wir haben das Team in den vergangenen 15 Monaten komplett umstrukturiert und so hat es für die nächsten zwei, drei Jahre Zukunft. Insofern sollte es jetzt gut sein.

Wie schaffen Sie es, stets attraktive Spieler zu holen?
Uhlig: Finanzielle Gründe hat das definitiv nicht. Wir haben etwas für unser Image getan und gute Spieler etwa durch den Freundeskreis um Maxi Menges und Robert Hauk dazubekommen. Darüber kam ein Mosaiksteinchen zum anderen. Es hat sich herumgesprochen, bei uns bereitet es viel Spaß, wir spielen mit Anspruch und arbeiten sehr sauber.

Ist die finanzielle Unterstützung etwa aus dem Stadtteil ausreichend?
Uhlig: Wir haben nicht den einen Großen, der viel tut. Das ist zum einen schade, weil man kaum Spielraum hat. Auf der anderen Seite befinden wir uns dadurch aber auch nicht an einem Tropf, mit dem alles untergehen könnte. Bei uns kommt über viele etwas zusammen. Das könnte in der Breite noch mehr sein. Dies wäre schön und würde uns allen die Arbeit erleichtern.

Morgen kommt Iraklis?
Uhlig: Iraklis hat sechs Punkte, ist immer gefährlich und kann jedem Gegner weh tun. Wir müssen alles dafür tun, dass sie morgen um 16.45 Uhr nur noch drei Zähler mehr als wir haben.

Interview: Dieter Kösel

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