Bürgerinitiative darf Baupläne noch nicht einsehen
Auf der Pferdewiese an der Einsteinstraße entsteht eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge.

Bürgerinitiative darf Baupläne noch nicht einsehen

Kanzlei beauftragt – Aber: Antrag für Flüchtlingsunterkunft liegt der Stadt noch nicht vor

Kirchdorf (red). Die neu gegründete Bürgerinitiative „Gemeinsam in Barsinghausen“ erhält noch keine Einsicht in die Pläne für die Flüchtlingsunterkunft, die in Kirchdorf auf der sogenannten Pferdewiese an der Einsteinstraße entstehen soll. Allerdings liegt der Grund darin, dass die Region Hannover als Bauherr bei der Stadt Barsinghausen – sie ist die Genehmigungsbehörde – den Bauantrag noch nicht gestellt hatte, als die von der BI beauftragte Kanzlei die Einsicht angefordert hatte.

Als „Gemeinsam in Barsinghausen“ den Widerstand gegen die Pläne angekündigt hatte, war das Projekt zudem noch deutlich mehr als doppelt so groß. Inzwischen sollen dort 116 anstatt 328 Flüchtlinge untergebracht werden. Platz für weitere 116 Flüchtlinge wird in Egestorf am Rottkampweg geschaffen.
Laut Bürgermeister Marc Lahmann wird der Bauantrag zwar ohnehin gründlich geprüft werden, sobald dieser vorliegt. Doch werde die Verwaltung auch ein Auge darauf haben, ob ein möglicher Widerspruch Aussicht auf Erfolg haben könnte. Es reiche für einen Widerspruch allerdings nicht aus, mit einer Planung unzufrieden zu sein. Es müssten sogenannte „drittschützende Rechte“ der direkten Anlieger beeinträchtigt werden – und davon gehe er nicht aus.

Aufs Tempo wird trotz zurzeit rückläufiger Flüchtlingszahlen dennoch gedrückt. Anfang Juli sollen die ersten beiden in Modulbauweise erstellten Unterkünfte fertig sein. Das ist wieder das Ursprungs-ziel der Region. Zwischenzeitlich war von September die Rede.

Bildquelle

  • 01_Flüchtlingsheim Kirchdorf: Mirko Haendel

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