Dismer heißt der neue Häuptling
Germanias neuer Vorstand: Ralf Dismer (von links), Mabel Ann Brunke, Martin Surau, Andreas Nikolai, Martin Kunz und Holger Giese.

Dismer heißt der neue Häuptling

Sportlich sehr erfolgreiches Jahr beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder / Wechsel an der Spitze

Egestorf. Aufstieg in die Regionalliga, Finalist im Niedersachsenpokal und Debüt im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim – die sportlichen Erfolge seiner Herrenmannschaft haben den 1. FC Germania Egestorf/Langreder im vergangenen Jahr deutschlandweit bekannt gemacht. Der stetige Aufstieg des selbsternannten Dorfvereins fällt in die Ägide von Torsten Seebeck. Der langjährige Präsident wurde nun bei der Jahreshauptversammlung des Fußballvereins aus seinem Amt verabschiedet. Die Nachfolge übernimmt Ralf Dismer.

„Was wir sportlich im vergangenen Jahr veranstaltet haben, sprengt jeden Rahmen“, sagte Seebeck während seines Jahresberichts und erinnerte daran, dass auch die zweite Herrenmannschaft um den Aufstieg (in die Landesliga) spiele und die Mitglieder in mittlerweile mehr als 20 Teams – davon zwölf in der Jugendspielgemeinschaft JfV Calenberger Land – gegen den Ball treten. Der 1. FC Germania wächst seit Jahren und hat nach Angaben Seebecks fast 500 Mitglieder.

Darüber hinaus sei nach langen und zähen Verhandlungen „endlich eine Vereinbarung mit dem TSV Egestorf“ zur Nutzung der Sportanlagen abgeschlossen worden. „Die Streitigkeiten sind beigelegt, das ermöglicht es uns, den Kopf freizukriegen“, zeigte sich Seebeck erleichtert.
Schatzmeister Andreas Nikolai sprach von „wahnsinnigen Einnahmen“, die der Verein im vergangenen Jahr dank der zahlreichen gut besuchten Spiele der Aufstiegsmannschaft verbuchen konnte. Doch seien mit dem Aufstieg in die Regionalliga auch die Ausgaben deutlich gestiegen. Für Sicherheitsauflagen, Spieler, Reisekosten aber auch Schiedsrichter mussten die Germanen insgesamt mehrere Zehntausende an Euro bezahlen. Dazu kommen laut Nikolai steigende Kosten für den Spielbetrieb, die Platzpflege und die Energieversorgung. So stehen den Einnahmen von fast 371 000 Euro Ausgaben von gut 367 000 Euro gegenüber. „Um weiterhin erfolgreich arbeiten zu können, müssen wir an der Preisschraube drehen“, erklärte der Schatzmeister und bat die Mitglieder einer Beitragserhöhung von durchschnittlich 15 Prozent zuzustimmen. Das taten diese anschließend einstimmig.

Vizepräsident Martin Surau (rechts) dankt seinem Freund Torsten Seebeck für dessen Arbeit während seiner achtjährigen Amtszeit als Germanias Präsident.

Quelle: Mirko Haendel

Vizepräsident Martin Surau (rechts) dankt seinem Freund Torsten Seebeck für dessen Arbeit während seiner achtjährigen Amtszeit als Germanias Präsident.

Ebenso einig waren sich die Germanen bei den abschließenden Vorstandswahlen. Seebeck verabschiedete sich nach achtjähriger Präsidentschaft mit den Worten: „Ein Verein braucht keine Grauköpfe, sondern frischen Wind“. Einziger Nachfolgekandidat war Ralf Dismer. Der Egestorfer Geschäftsmann und Vater des Mannschaftskapitäns der Regionalligamannschaft, Mirko Dismer, wurde einstimmig zu Seebecks Nachfolger ernannt und kündigte an: „Ich lege all‘ meine Kraft in die Bemühungen, das Level bei Germania zu halten.“
Ebenfalls einstimmig wurde nicht nur Martin Kunz als Nachfolger von Wolfgang Fedderke zum neuen Schiedsrichter gewählt, sondern auch die restlichen Vorstandsmitglieder, Vizepräsident Martin Surau, Schatzmeister Andreas Nikolai, Jugendleiter Holger Giese und Frauen-Obfrau Mabel Ann Brunke, in ihren Ämtern bestätigt.bass

Bildquelle

  • Germania_JHV_Foto_Präsidenten_haendel: Mirko Haendel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.