„Ein echt cooler Verein“
Die Deisterfreunde ehren ihre aktivsten Mitglieder.

„Ein echt cooler Verein“

Die Mountainbiker der Deisterfreun.de verlängern ihren Vertrag mit den Landesforsten / Bereits fast 300 Mitglieder

Wennigsen „Wir sind ein echt cooler Verein, weil bei uns nicht nur der Vorstand etwas macht, sondern sich so viele Mitglieder engagieren und helfen.“ Mit diesen Worten lobte der 2. Vorsitzende der Deisterfreunde (DF), Rüdiger Dinse, die Mitglieder des Mountainbikevereins während deren Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonnabend. Viele von ihnen hatten sich im vergangenen Jahr bei der Pflege der Strecken im Deister, bei der Organisation und Durchführung des Vereinsrennen, dem Fest auf dem Passparkplatz und bei der Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten (NLF) engagiert und so dazu beigetragen, dass der Verein weiter wwuchs und zudem der Pachtvertrag mit den NLF vor kurzem erneut um ein weiteres Jahr verlängert wurde.

Mitglieder überdurchschnittlich engagiert

Dinse nannte verschiedene Beispiel, um das große Engagement seiner Vereinsfreunde zu verdeutlichen. Das dreiköpfige Buddelteam, dass sich regelmäßig um die Pflege der Abfahrtstrecken „Ladies only“, „BMX-Bahn“ und „Ü30“ kümmert, sei für diese Arbeiten im vergangenen Jahr für deutlich über 1100 Stunden im Wald gewesen. Das sind pro Person zehn Arbeitswochen à 40 Stunden.  Die Digital- und Multimedia-Spezialisten unter den Vereinsmitgliedern hätten mit dem Aufbau einer neuen Homepage, der verlässlichen Betreuung der Social Media-Auftritte sowie der Bestückung dieser mit selbst produzierten Filmen dafür gesorgt, dass die Deisterfreunde mittlerweile deutschlandweit bekannt und vernetzt seien. Etablierte Medien wie das Nachrichtenmagazine spiegel.de, der NDR und verschiedene Tageszeitungen berichteten im vergangenen Jahr über die Aktivitäten des Vereins. Zu diesen gehörte auch die Teilnahme des Vereins an der Messe „Children in Basche“ (ChiB), auf der sich der Verein vorstellte.

Ende 2017 zählte der Verein 292 Mitglieder. Das sind noch einmal 54 Personen mehr als im Jahr zuvor. „Wenn wir bezüglich der Wachstumsrate so weitermachen, dann haben wir im Jahr 2054 den Deutschen Fußballbund als mitgliederstärksten Verein abgelöst“, scherzte Kassenwart Mark Wolf. Einnahmen von 19000 Euro stehen laut Wolf Ausgaben von etwa 18500 Euro gegenüber. Alleine 6000 Euro gaben die Deisterfreunde für die Streckenpflege und das dafür benötigte Werkzeug aus. Die Kosten für die Pacht der Strecken von NLF betrug fast 1300 Euro.

Sturm sorgt für große Schäden

Nach Worten des Leiters des Buddelteams, Steffen Hammel, seien die Deisterfreunde bezüglich der Auswirkungen des Sturms „Friederike“, der am 18. Januar 2018 über den Deister fegte, mit einem blauen Auge davongekommen. Der Ladies only, der Trail mit den aufwendigsten Bauten, sei komplett verschont geblieben. Dafür sei die Linienführung des Ü30 auf dem Abschnitt zwischen Hohe Warte und Polenzweg von mehr als 20 umgestürzten Bäumen unterbrochen worden. „Das ist sehr schade“, so Hammel, „da müssen wir zunächst improvisieren, bis die Landesforsten die Bäume innerhalb der nächsten Monate weggeräumt haben.“

Die Mountainbiker hoffen, dass diese Arbeiten bis Mitte des Jahres größtenteils erledigt werden können, denn für Sonnabend, 16. Juni, planen sie die dritte Auflage ihres Abfahrtrennens, das ihre Mitglieder über eben diesen Trail führt.

Quelle: deisterfreun.de

Der Deisterfrfeun.de-Vorsitzende Oliver Reich (links) zeichnet Frederic Paret mit dem Sturzpokal aus.

Sportler und NLF verlängern Vertrag

Dinse lobte die gute Zusammenarbeit mit den Landesforsten. Insbesondere im Vorfeld der neuerlichen Vertragsverhandlungen seien beide Parteien sehr offen, kooperationsbereit und vertrauensvoll miteinander umgegangen. Ergebnis: Der Vertrag wurde um ein weiteres Jahr verlängert.

Am Ende der Veranstaltung wählten die über 70 anwesenden Mitglieder Frederic Paret zum Gewinner des diesjährigen Sturzpokals. Paret hatte seine Vereinsfreunde mit dem Bericht über seinen Sturz vom Fahrrad, der von einem unfreiwilligen Kontakt mit einem Baum ausgelöst und den Abbruch zweier Dornfortsätze an der Wirbelsäule zur Folge hatte, überzeugt. Dinse konnte den Gewinner angesichts der mehrmonatigen Verletzungspause beruhigen: „Jeder, der den Wanderpokal gewonnen hat, hat sich in den folgenden zwölf Monaten nicht verletzt.“

Bildquelle

  • Deisterfreunde_JHV_2018_Fred: deisterfreun.de
  • Deisterfreunde_JHV_2018_Geehrte: Deisterfreun.de

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