Ein wahrer Meister
Gut gelaunt beendet Lars Deiterding die internationale Regatta auf dem Dümmer.

Ein wahrer Meister

Windsurfing: Der Kirchdorfer Lars Deiterding verteidigt auf dem Dümmer seinen Masters-Titel

Der Kirchdorfer Windsurfer Lars Deiterding hat bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Raceboarder auf dem Dümmer in der Altersklasse der „German Masters“ seinen Titel als bester Deutscher verteidigt. In der offenen Klasse wurde Deiterding Sechster.
Während der dreitägigen Regatta am ersten September-Wochenende wurde auf dem Wasser hart gekämpft. Zehn Fahrten waren zu absolvieren, und bis kurz vor Ende konnte sich keiner der Teilnehmer den entscheidenden Vorsprung verschaffen. Einzig Deiterdings Bundesligateamkollege Fabian Grundmann gelang es, sich bei zunehmendem Wind etwas abzusetzen. So stand der 26-Jährigen bereits vor dem letzten Rennen zum zweiten Mal in Folge als Internationaler Deutscher Meister fest.

Das Rennen um die Platzierungen verlief hingegen so eng und spannend wie lange nicht mehr. Nach zehn Wettfahrten lagen zwischen dem zweiten und dem siebten Platz gerade einmal 14 Punkte. Dabei begeisterten die sechs Kontrahenten die Zuschauer mit ständigen Positionswechseln und aufregend engen Tonnenmanövern, bei denen es immer wieder zu Boardkontakt kam.
Neben dem 44-jährigen Deiterding nahmen zwei weitere Masters und ehemalige Weltmeister den Kampf gegen die jüngere Konkurrenz, bestehend aus drei Olympiaanwärtern auf.

Deiterding (rechts) scheut keine engen Zweikämpfe und belohnt sich mit Rang sechs in der Gesamtwertung.

Deiterding (rechts) scheut keine engen Zweikämpfe und belohnt sich mit Rang sechs in der Gesamtwertung.

Insbesondere die ständigen Winddreher wirbelten mehrfach die Reihenfolge kräftig durcheinander. Deiterding, der mehrfach nach der ersten Runde noch an der Spitze des Feldes surfte, verlor anschließend entscheidende Meter. Dem Kirchdorfer gelang es nicht immer, verloren Boden gutzumachen und erneut in die Top Fünf zurück zu kommen. Zudem hatte  Deiterding in der vierten Wettfahrt Pech, als er nach einem Frühstart zur Strafe zwei Minuten nach dem restlichen Feld ins Rennen gehen musste. Zwar gelang es ihm noch, sich von Platz 46 auf Rang zehn zu kämpfen, doch hatten sich damit seine Ambitionen auf den Gesamtsieg erledigt. Im Endklassement stand der sechste Rang.
Trotzdem war der Kirchdorfer mit seinem Abschneiden zufrieden, hatte er doch seinen Masters-Titel in der Altersklasse M 35 verteidigt.

Für Lars Deiterding steht in vier Wochen das Finale der Surf-Bundesliga mit seiner Mannschaft vom DWSC Großenbrode auf dem Programm. Hier soll der Meistertitel aus dem Vorjahr verteidigt werden. Im November reist Deiterding dann zusammen mit Deutschlands derzeit bestem Raceboarder Fabian Grundmann zur Weltmeisterschaft nach Australien. Vor Brisbane will das Duo wieder aufs Podium surfen. „Für mich war es gut zu sehen, dass meine Grundgeschwindigkeit absolut konkurrenzfähig ist. Jetzt gilt es nur, die Hausaufgaben in Sachen Fitness zu machen und in den nächsten Wochen die Zerrung in der Schulter voll auszukurieren. Dann bin ich für die spannende Aufgabe in Down Under gut gerüstet, auch wenn ein unbekanntes Revier immer gewisse Überraschungen bringen kann“, blickt der Kirchdorfer optimistisch in die nahe Zukunft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.