Flüchtlinge verlassen Echo-Hotel
Ehemaliges Echo-Hotel, Bantorf

Flüchtlinge verlassen Echo-Hotel

Stadt kündigt Vertrag – Bewohner ziehen in Unterkunft an der Hannoverschen Straße

Barsinghausen. Für die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Echo-Hotel am Bantorfer Kronskamp kommt das Aus: Weil der Betreiber seine Verpflichtungen für den Brandschutz im Gebäude nicht erfüllt, hat die Stadt Barsinghausen am Montag den Vertrag gekündigt – mit Wirkung zum 14. Juni.

„Mit dem Betreiber für die Gemeinschaftsunterkunft gab es von Anfang an Probleme wegen der Mängel beim Brandschutz“, erläutert Bürgermeister Marc Lahmann. Bereits zu Beginn des Mietverhältnisses im Vorjahr drängte die Stadt auf Nachbesserungen für die Unterkunft mit 130 Plätzen.
Zunächst zogen nur 60 Personen in das ehemalige Echo-Hotel. Nach einigen kleineren Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes wurden alle 130 Plätze belegt.

„Ursprünglich sollten bis zum 1. Februar sämtliche vertragliche Verpflichtungen durch den Betreiber erbracht worden sein. Trotz regelmäßigem Kontakt und neuer Fristsetzungen ist der Betreiber dieser Pflicht bis zum heutigen Tage nicht vollumfänglich nachgekommen“, betonte Bürgermeister Lahmann.

Die Stadt hat vor zwei Wochen die Zahl der Bewohner in der Unterkunft wieder auf 60 reduziert, weil der Betreiber seinen Verpflichtungen nicht nachkam und zieht nun mit der außerordentlichen Vertragskündigung einen Schlussstrich.

Die Flüchtlinge müssen das ehemalige Echo-Hotel verlassen und beziehen die neuen Gemeinschaftsunterkünfte an der Hannoverschen Straße. „Dieser Wohnungswechsel stellt für die Menschen eine erhebliche Belastung dar. Das ist uns bewusst“, sagte der Erste Stadtrat Georg Robra.
Ziel sei es, Zwischenlösungen mit mehrfachen Umzügen zu vermeiden. Dank richteten Lahmann und Robra an den ehrenamtlichen Unterstützerkreis in Bantorf, der sich für die Integration der Zuwanderer einsetze.

Laut Robra nimmt die Stadt derzeit fünf bis sieben Flüchtlinge pro Woche auf – deutlich weniger als vor rund einem halben Jahr mit bis zu 40 Menschen. „Perspektivisch wollen wir deren Unterbringung wieder in kleinen Einheiten ermöglichen“, sagt Robra.

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