Kirchdorfer Wushu-Fraktion muss sich mächtig strecken
Emilie Teider (von links), Jakob Lenz und Lea Teider reisen im Mai zur Europameisterschaft nach Moskau.

Kirchdorfer Wushu-Fraktion muss sich mächtig strecken

Drei Deisterstädter nehmen im Mai mit der deutschen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Moskau teil

Kampfsport​Der TSV Kirchdorf hat einige überaus erfolgreiche Sportler in seinen Reihen. Die TGW-Turnerinnen sind regelmäßig zu Gast bei den nationalen Titelkämpfen, die Faustballer sind deutschlandweit ein Begriff, und auch die Leichtathletik-Sparte schickte viele Jahre lang Vertreter zur deutschen Meisterschaft. Doch der Sportverein von der Max-Planck-Straße stellt darüber hinaus auch amtierende deutsche Meister, mehrfache Europameister und Bronzemedaillengewinner. Die Wushu-Sparte des TSV Kirchdorf ist gemessen an der Zahl der Mitglieder zwar klein, sportlich gesehen jedoch eine der erfolgreichsten in Deutschland. Drei ihrer Mitglieder nehmen im Mai an der Europameisterschaft im Wushu, der traditionellen chinesischen Kampfkunst, in Moskau teil.

Vitali Teider, Lea Teider und Emilie Teider – was sich wie die Teilnehmerliste eines Familienausflugs liest, ist in Wirklichkeit ein Teil der Kirchdorfer Fraktion, die mit der Nationalmannschaft vom 14. bis 21. Mai in der russischen Hauptstadt zu Gast ist. Der 47-jährige Vitali ist nicht nur Kirchdorfs Wushu-Trainer, sondern auch der deutsche Nationalcoach. Die 19-jährige Lea ist seine ältere Tochter, Emilie mit 17 Jahren ihre jüngere Schwester. Jakob Lenz komplettiert die Delegation vom Deister. Der 33-Jährige ist der einzige Wushu-Kämpfer des Trios. Der mehrfache Europameister und Vize-Weltmeister tritt in Moskau in der Form Sanda an und will im Vollkontakt in der Gewichtsklasse 90+ seinen nächsten Titel holen. „Das muss schon sein“, ist Lenz’ kurzer Kommentar zur Frage nach seinen Zielen.

Die Reise nach Moskau ist nicht nur sportlich eine Herausforderung. Auch die finanzielle Hürde ist nicht zu verachten, die Teiders sowie der TSV Kirchdorf mussten sich mächtig strecken. „Der Wushu-Verband übernimmt ein Drittel der Kosten“, erklärt Günter Hoff aus dem TSV-Vorstand. „Zusätzlich haben uns die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Stadtsparkasse Barsinghausen, die Hannoversche Volksbank und private Spender unterstützt. Dafür sind wir sehr dankbar“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende, dessen Verein sich ebenfalls an der Finanzierung der Reise beteiligt hat.

Bildquelle

  • Teiders und Lenz_03: Mirko Haendel

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