Mountainbiker sammeln Müll
Zahlreiche Mitglieder der deisterfreun.de treffen sich auf dem Parkplatz am Nienstedter Pass, um anschließend den Ü 30-Vereinstrail sowie den Rand der Landesstraße von illegal entsorgtem Müll zu befreien.

Mountainbiker sammeln Müll

Deisterfreun.de befreien Passstraße von allerlei Unrat wie Autoreifen und Kabeln

Gut 30 Mitglieder des Vereins  haben sich vor wenigen Tagen getroffen, um in einer gemeinsamen Aktion den vielen Müll entlang der Passstraße L 401 von Egestorf nach Nienstedt einzusammeln und zu entsorgen.

Die Mountainbiker betreiben ihren Sport in der Natur. Einer der Grundsätze der deisterfreun.de ist es, keine Abfälle im Wald zurück zu lassen. Da jedoch nicht alle Menschen so denken und handeln, hat sich im Laufe der Jahrzehnte links und rechts des Nienstedter Pass‘ eine Menge Unrat angesammelt. Von der illegalen Müllentsorgung ist auch der vereinseigene Ü30-Trail betroffen, der teilweise direkt neben der Straße verläuft.

Mit Müllgreifern und Müllbeuteln ausgerüstet sammelten die Biker entlang ihrer Vereinsstrecke etwa drei Stunden lang Müll ein. „Diese Aktion hatten wir bereits zur der Einweihung des Trails vor zwei Jahren geplant. Dass wir so viel Müll finden würden, hat uns überrascht“, sagte Vereinsvorsitzender Oliver Reich anschließend. Bereits während der Einsatzbesprechung auf dem Passparkplatz zogen die Teilnehmer drei große Farbeimer aus dem Wald.

Nix Radfahren! Heute wird Müll gesammelt.

Nix Radfahren! Heute wird Müll gesammelt.

Während das Müllaufkommen an der Mountainbikestrecke im Wald gering ausfiel, füllten sich die Müllsäcke auf dem Abschnitt, der unmittelbarer neben der Passstraße verläuft, sehr schnell. Die Sportler fanden mehrere mit Hausmüll gefüllte Säcke. Dazu kamen zahlreiche Autoreifen, alte Kabel und Kleidung sowie unzählige Getränkeflaschen aus Glas oder Plastik. Diese stammen mitnichten nur aus der  heutigen Zeit. So fand ein Mitglied eine alte Bügelflasche mit der Prägung „Städtische Lagerbier-Brauerei Hannover“, wie sich die heutige Gilde Brauerei zu Beginn der vergangenen Jahrhunderts für wenige Jahre nannte. Eine weitere Flasche besitzt die Prägung „Bier Meyer Hameln“ – eine Brauerei, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr existiert.

Die Ausbeute weniger Stunden: Mehrere Kubikmeter an Müll.

Die Ausbeute weniger Stunden: Mehrere Kubikmeter an Müll.

Alkoholkonsum scheint bei Fahrten auf dem Nienstedter Pass eine lange Tradition zu haben. Neueste Zeugnisse dieser Trinkkultur: Über 30 geleerte Tetrapacks – ein und derselben Weißweinsorte – die über mehrere Hundert Meter entlang der Straße im Graben lagen.
Am Ende der Sammelaktion füllte der Abfall einen großen Anhänger sowie zahlreiche Pkw-Kofferräume der Vereinsmitglieder. Den Müll entsorgten die Biker anschließend legal auf der Deponie Kolenfeld. bass

Bildquelle

  • anhang-2: Mirko Haendel

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