Planungssicherheit für Mountainbiker
Veranstaltungen wie das vereinsinterne Rennen im September sollen auf den gepachteten Trails auch zukünftig möglich sein. Derzeit wird zwischen Landesforsten und Deisterfreunden ein neuer Pachtvertrag ausgearbeitet.

Planungssicherheit für Mountainbiker

Region Hannover verlängert Ausnahmegenehmigung und die Landesforsten den Pachtvertrag für Deisterfreun.de-Trails

Die Mountainbiker des Vereins deisterfreun.de dürfen sich über ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk freuen. Die Region Hannover hat  mit der Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für die Landschaftsschutzgebietsverordnung (LSGVO) eine notwendige Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Verein seine von den Niedersächsischen Landesforsten gepachteten Abfahrtsstrecken im Deister weiterhin betreiben darf.

Die drei sogenannten Trails „Ladies only“, „Ü 30“ und „BMX-Bahn“ liegen im Landschaftsschutzgebiet Deister. Die Niedersächsischen Landesforsten haben das Gelände, auf denen die Strecken liegen, im Winter 2014 an den Mountainbikeverein verpachtet. Zuvor musste die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover eine Ausnahmegenehmigung für die LSGVO schaffen, die bis Ende dieses Jahres gilt.
Das Pilotprojekt der von den Deisterfreunden offiziell betriebenen Trails kann – falls die Landesforsten den Pachtvertrag verlängern, somit weitergeführt werden. Die Aussichten dafür sind laut Christian Boele-Keimer, Leiter des Forstamts Saupark gut. „Die Verlängerung des Pachtvertrags für das Jahr 2017 ist mit dem Vereinsvorsitzenden bereits besprochen. Derzeit wird der Vertrag ausgearbeitet.“ Man habe lediglich einige Regelungen – insbesondere  bezüglich von Veranstaltungen wie Mountainbikerennen – präziser ausformulieren müssen, ansonsten gebe es zwischen den Vertragspartner keinerlei Probleme, betonte Boele-Keimer.

„Das Pilotprojekt ‚Mountainbike im Deister‘ ist bislang insgesamt positiv verlaufen“, sagt auch Klaus Abelmann, Pressesprecher der Region Hannover. Umweltdezernent und Erster Regionsrat Prof. Dr. Axel Priebs unterstreiche in diesem Zusammenhang nochmals die große Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten, ohne die das Projekt nicht hätte durchgeführt werden können, so Abelmann.

Seit Herbst 2013 hat das von der Region beauftragte Büro SHP Ingenieure eine das Projekt begleitende Datenerhebung im Deister durchgeführt. Bis Herbst dieses Jahres wurden verschiedene Nutzergruppen im Deister befragt, Zählungen vorgenommen und naturschutzfachliche Belange untersucht. Die Ergebnisse dieser Erhebung liegen nun vor. „Die Beeinträchtigungen von anderen Erholungssuchenden und auch die Störungen von Flora und Fauna sind insgesamt als gering einzuschätzen“, berichtet Abelmann. „Die kommenden zwei Jahre sollen nun dazu genutzt werden, eine Änderung der Landschaftsschutzgebietsverordnung voranzutreiben und einen Erlaubnisvorbehalt in die Verordnung aufzunehmen.“ Somit stehe dann ein flexibles Instrument für potenzielle weitere Strecken zur Verfügung, sagte Abelmann. Die Region Hannover steht der von den Deisterfreunden angestrebten Eröffnung weiterer offizieller Strecken aufgeschlossen gegenüber. Trotz Verhandlungen ist es ihr jedoch bisher noch nicht gelungen, andere Waldeigentümer wie die Klosterforst und die Forstinteressentenschaft Barsinghausen-Altenhof von einer Zusammenarbeit mit den Deisterfreunden zu überzeugen.

Oliver Reich, 1. Vorsitzender des Mountainbikevereins, zeigte sich erfreut von der Entwicklung: „Jetzt haben wir wieder etwas Planungssicherheit.“ Die Eröffnung der Trails sowie Veranstaltungen wie ein Sommerfest und das Vereinsrennen haben laut Reich zu einem starken Mitgliederzuwachs geführt. „Ich hoffe, dass nun auch die anderen Waldbesitzer im Deister dahinterkommen, dass es sich lohnt, mit uns zusammenzuarbeiten“, erklärte Reich. Derzeit haben die Deisterfreunde, die sich 2011 gegründet haben, 225 Mitglieder.

1 Kommentar zu diesem Beitrag
  1. kritikfux bei 17:06

    Müssen die denn da immer alles kaputtfahrn. Es gibt doch so schöne Radwege. Und dann auch noch Ladies. Das geht ja woll ganich! Und bitte nicht im Saupark. Die Tiere laufen dann vor Angst doch auf die Strasse!

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