Sammelunterkunft in Kirchdorf?
Die Region Hannover denkt darüber nach, auf ihrem Grundstück oberhalb von Deisterbad und Schulzentrum Am Spalterhals (hinten links) ein Flüchtlingsheim zu errichten.

Sammelunterkunft in Kirchdorf?

Einrichtung soll 328 Flüchtlinge aufnehmen können – Fläche am Deisterbad kommt infrage

Barsinghausen (red). Die Region Hannover will in Barsinghausen ein Sammelunterkunft errichten. Sie soll bis zu 328 Flüchtlinge aufnehmen können. Der Standort für den Komplex, der 9,15 Millionen Euro kosten soll, steht nach Angaben der Stadtverwaltung noch nicht fest. Denkbar wäre eine Fläche am Deisterbad in Kirchdorf.

Beschlossen sei noch nichts, sagt der Erste Stadtrat, Georg Robra. Klar sei lediglich, dass die Holzmodule voraussichtlich im Juni auf einem Grundstück aufgestellt werden sollen, das der Region gehört. Und davon gebe es im Stadtgebiet gleich mehrere. „Wir sind weiterhin in Verhandlungen mit der Region“, sagte Robra. Dabei gehe es nicht nur um den Standort, sondern auch um die Größe der Unterkunft. Bis zu 328 Menschen dort unterzubringen sei die Maximallösung, die der Stadt angeboten worden sei, erklärte Robra. Es sei aber auch denkbar, dass es je nach Grundstück eine kleinere Lösung geben werde.

In jedem Fall halte Barsinghausen an dem Plan fest, die Flüchtlinge gleichmäßig auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. Demnach sollen künftig vor allem die Ortsteile berücksichtigt werden, in denen es bislang noch keine Unterkünfte gebe – also Kirchdorf und Egestorf. Ein möglicher Standort könnte eine Fläche südlich des Deisterbades an der Einsteinstraße in Kirchdorf sein, die an das Sportgelände des TSV angrenzt. Sobald der genaue Standort feststeht, wird es laut Robra Bürgerinformations-Veranstaltungen für die betroffenen Anwohner geben. Derzeit seien aber selbst die Politiker der Ratsfraktionen noch nicht informiert, verriet der Erste Stadtrat.

Zumindest einige bauliche Details zu der geplanten Unterkunft sind aber inzwischen bekannt. Laut der Beschlussvorlage für die außerordentliche Regionsversammlung am kommenden Dienstag, bei der die Finanzierung der Bauvorhaben in Barsinghausen und Burgdorf genehmigt werden soll, handelt es sich um zweigeschossige Anlagen mit Grundmodulen für drei beziehungsweise fünf Zimmer – jeweils ausgestattet mit einer kleinen Wohnküche. Die Wohneinheiten sollen sich jeweils um einen Hof gruppieren, zu dem auch ein Gebäude mit Gemeinschaftsbereich und Büro für das Betreuungspersonal gehören.

9,15 Millionen Euro will die Region für das Bauvorhaben in Barsinghausen zur Verfügung stellen, Diese Investitionen sollen dazu dienen, die Kommunen möglichst kurzfristig bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu unterstützen. Die Modulanlagen aus massiven Sperrholzplatten werden voraussichtlich im Juni geliefert und dann schlüsselfertig auf vorbereiteten Fundamenten aufgestellt. Auch eine Nachnutzung als Wohnraum ist laut Regionsvorlage angesichts der prognostizierten Nutzungsdauer von 20 Jahren gut möglich.

Bildquelle

  • Flüchtlingsheim Kirchdorf: Mirko Haendel
1 Kommentar zu diesem Beitrag
  1. Tanja Rutkovski bei 9:37

    Besteht die Möglichkeit, dass in der Zeitung ein Fragebogen an die Bürger erschein, ob sie mit den Heimen einverstanden sind? So kann mna tatsächlich noch mehr Stimmen sammeln. Leider werden die Bürger aus Barsinghausen nicht gefragt und all dies wird überhaupt nicht demokratisch entschieden. Uns fehlen hier Kindergartenplätze, Orte wo sich Jugendliche aufhalten können und wenigstens ein Park, wo man mit der Familie Zeot verbringen kann!!!Außerdem hat man immer mehr Angst im dunkeln zu gehen. Warum wird all dies nicht veröffentlicht!!!????

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