IGS-Bauwerk ist mächtig lädiert – Gutachter bescheinigen mangelhaften Zustand
Nicht mal mehr ein Sanierungsfall? Die IGS Garbsen weist laut einem Baugutachten der Stadt Garbsen erhebliche Mängel auf. Die Schule könne noch einige Jahre benutzt werden, doch Experten halten nur noch den Neubau für sinnvoll. Foto: Bahl

IGS-Bauwerk ist mächtig lädiert – Gutachter bescheinigen mangelhaften Zustand

Nicht mal mehr ein Sanierungsfall? Die IGS Garbsen weist laut einem Baugutachten der Stadt Garbsen erhebliche Mängel auf. Die Schule könne noch einige Jahre benutzt werden, doch Experten halten nur noch den Neubau für sinnvoll. Foto: Bahl

Garbsen Was passiert mit den Gebäuden der IGS Garbsen? Immer wieder wurden Politik und Verwaltung dahin gehend informiert, dass der Zustand dieser Schule mangelhaft sei. Dabei war der Brandschutz längst nicht der einzige Makel. Verschmutzte Teppiche, beschädigte Toiletten, zu kleine schlecht belüftete Räume, das Wort „Käfighaltung“ machte die Runde. Die Schulleitung wies zuletzt vor einem Jahr bei einem Rundgang auf diese unerfreulichen und massiven Defizite ihrer Schule hin. Nun liegt den Ratsmitgliedern ein nichtöffentliches Gutachten vor, dass mehr oder weniger deutlich bestätigt, wie schlecht es um die Bausubstanz dieser Schule bestellt ist. Zunächst liegt nun lediglich eine Bestandsaufnahme vor. Alternativen oder Kosten werden nicht genannt. Allerdings erscheint ein Neubau an neue Stelle als sehr wahrscheinliche Option.

Schule bleibt nutzbar

Die Schule könne zwar noch einige Jahre weiter benutzt werden, aber eine Sanierung halten die Gutachter wohl für wenig zielführend. Sie haben die in mehrere Abschnitten gegliederten Hochbauten unter die Lupe genommen. Erstellt wurde die Schule 1972 unter der Bauaufsicht des alten Landkreises Neustadt. An vielen Stellen ist der Betonbau massiv in die Jahre gekommen. Bekannte Probleme stecken im Beton, in der Bewährung in Verbindung mit Rost. Aufschluss über den Zustand haben die Experten über mehr als 50 Probebohrungen erhalten, um die Substanz zu bewerten.

Brandschutz ist Problem

Ein Problem wird sein, dass bei einem zusätzlichen Brandschutz mehr Masse an Wänden in den Obergeschossen aufgebracht werden müsste. Das scheidet aber aus, weil an vielen Stellen die Betondecken unter zehn Zentimeter stark sein sollen. Es würde mehr Auflast auf die Decken kommen, dass sei statisch nicht einfach zu machen, heißt es. In Kellern haben die Gutachter ebenfalls massive Korrosionsschäden entdeckt. Aufgefallen sind auch Elektroverkabelungen, die nicht mehr zeitgemäß sind und viele weitere Details.

Mängel sind lange bekannt

Die Mängel sind bereits länger bekannt, weil die Schulleitung dem Schulträger Stadt Garbsen regelmäßig die Probleme gemeldet hat. Deutlich wurde die baulichen Misere zuletzt auch vor großer Kulisse bei der Premierenfeier von Bärenfieber durch das TanzCentrum Kressler. Die Aufführung wäre um ein Haar aus Brandschutzgründen abgesagt worden. Das Garbsener Publikum zeigte sich irritiert. hb

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