Barockmusik trifft auf Kunst – Muse debütiert mit Konzert im Atelier ​von Wolfgang Tiemann
Künstler Wolfgang Tiemann (zweiter von rechts) begrüßt in seinem Atelier gemeinsam mit Staatssekretär Haiger Scholz (rechts) die Besucher des ersten Muse-Konzerts mit Barockmusik von Purcell und Händel in Kirchwehren. Foto:Bahl

Barockmusik trifft auf Kunst – Muse debütiert mit Konzert im Atelier ​von Wolfgang Tiemann

Kirchwehren. ​Premiere bei der Muse: Kunst trifft Musik. Der Kirchwehrener Künstler Wolfgang Tiemann hat sein Atelier als Konzertraum zur Verfügung gestellt. Mehr als 150 Besucher verfolgten die Klänge von Musik des Barocks von Purcell und Händel. 

Auf der Bühne: Der britischen Countertenor Alex Potter und Amerikaner Michael Fuerst am Cembalo. Potter gilt als gefragter Interpret für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.  Engagements führen ihn schon auf Bühnen in ganz Europa. Er war Gesangsstipendiat am New College der Uni Oxford und absolvierte ein Studium der Musikwissenschaften.

Wolfgang Tiemann hat sich einer neuen Interpretation zugewandt, Kunstwerken großer Barockmaler, die er neu interpretiert, sagte Haiger Scholz in einer Einführung der Kunst- und Konzertveranstaltung in Kirchwehren. Wolfgang Tiemann gelinge es immer wieder, die Öffentlichkeit mit neuen Wegen in der Kunst und seinem Werk zu überraschen. Eine der letzten Etappen sei die Eröffnung des Kunsthauses Kirchwehren gewesen, die bereits auf starke Beachtung gestoßen sei. An den Wänden des Ateliers hingen Interpretationen von Werken von Vermeer wie die Perlenwägerin und die Briefleserin. Die großformatigen Werke in Schwarz-Weiß bildeten das Bühnenbild für die bei Musiker.  Für dieses erste Muse-Konzert war das Atelier ausgeräumt und als Bühnenraum hergerichtet worden. Eine ganze Reihe von Kunstfreunden hatten den Weg ins Atelier gefunden, darunter neben Staatssekretär Haiger Scholz auch Ex-Finanzminister Heiner Aller und Eventveranstalter Klaus Ritgen. 

Muse-Chef Christoph Slaby unterstrich seine Freude darüber, mit einem Konzert in die Räume des Malers Tiemann kommen zu dürfen. Eine ausstrahlungsstarke künstlerische Wirkungsstätte – ein besonderer Ort in Seelze, sagte Slaby. Die beiden Köpfe des Musikfestivals Christopf Slaby und Robert Leschik bewerteten den bisherigen Verlauf der Muse positiv.  Das Konzert unter der Flutbrücke hätte mehr Besucher verdient. Die WM dürfte eine Rolle gespielt haben.

Zum Stummfilm „Safety First“ mit Harald Lloyd spielte Stephan Graf von Bothmer in der Dreifaltigkeitskirche Orgel. Ein spektakuläres  Stummfilmkonzert, wie Slaby berichtete. Auch hier kamen rund 50 Besucher.

Die Muse bietet noch am kommenden Wochenende Termine. Slaby und Leschik bereiten sich dann auf die Planung der 20 Muse im Jahr 2019 vor.  HB

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