Frauen nähen kuschelige Decken für Flüchtlinge
Die Näherinnen aus Horst gestalten selbst gefertigte Decken zum Verschenken an Flüchtlinge in Garbsen. Foto: friedberg

Frauen nähen kuschelige Decken für Flüchtlinge

Ein Zipfel voll Geborgenheit, eine Möglichkeit, sich pünktlich zum Winter einzukuscheln oder doch die erste Krabbelwiese: Die selbst genähten Decken der Horster Näherinnen werden in den nächsten Tagen ihren ersten Einsatz finden.  Das Projekt „Mini Decki“ hat seinen Ursprung in den Kirchengemeinden in Hannover. Jördis Rahner-Kafka hat die Idee mit in die Kirchengemeinde nach Horst genommen und konnte rund zehn begeisterte Helferinnen für das Projekt gewinnen.
Fünf Frauen nähen dienstags im alten Pfarrhaus oder im Gemeindesaal Decken aus bunten Laken, Stoffen mit verschiedenen Mustern und aus Kopfkissenbezügen. „Im Gemeindebrief habe ich zu einer Spende von Stoffen aufgerufen. Die Beteiligung der Gemeinde war groß“, lobte Rebekka Hinze, Gemeindereferentin für Horst, Meyenfeld und Frielingen und Flüchtlingslotsin. Die Näherinnen können sich zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros Stoffreste und das Innenfutter für die Decken frei zugänglich abholen.
„Manche Näherinnen arbeiten lieber zu Hause. Unsere älteste Teilnehmerin ist um die 90 Jahre alt. Trotz ihres hohen Alters näht sie gerne Decken, um den Flüchtlingen eine Freude zu machen“, so Hinze. In den vergangenen Wochen haben die ersten Decken ihr neues Zuhause in Berenbostel gefunden. „Das Strahlen der Kinderaugen wollte nicht mehr aufhören, als sie die Decken mit Ernie und Bert überreicht bekommen haben“, berichtete Hinze. Für die Zukunft wünscht sich Hinze weitere Nähkreise in den Gemeinden in Garbsen.
„Die Decken können von den Kindern und Erwachsenen vielfältig eingesetzt werden. Wir verschenken mit ihnen Schutz, Geborgenheit und ein Platz zum Wohlfühlen“, so Hinze. Unterstüzung beim Nähen von Decken ist jederzeit willkommen. „Wir freuen uns, wenn weitere helfende Hände den Weg in unser Gemeindehaus finden“, lädt Hinze ein.

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