Ingeborg Hochmair erhält den Ehrenring Garbsen
Die Ehrenring-Jury mit Bürgermeister Christian Grahl (von links), Professor Heinz Haferkamp und Madsack-Regionalverlagsleiter Holger Bahl.

Ingeborg Hochmair erhält den Ehrenring Garbsen

Garbsen. Die Unternehmerin und Wissenschaftlerin Ingeborg Hochmair, eine Pionierin auf dem Gebiet der Cochlea Implantate gegen Hörverlust, wird den Ehrenring des Freundeskreis Garbsen im November verliehen bekommen. Dies teilte der Vorsitzende der Jury, Professor Heinz Haferkamp gemeinsam mit Bürgermeister Christian Grahl mit.
Der Freundeskreis will die besondere Leistung der Unternehmerin auf diesem bedeutsamen Feld der Medizintechnik würdigen, sagte Haferkamp. Hochmair hat in Wien Elektrotechnik studiert, promoviert und sich habilitiert. Das heute weltweit tätige Unternehmen MED-EL hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, Professor Erwin Hochmair, 1975 gegründet. Die implantierbaren Hörsysteme werden weltweit jährlich bei tausenden von Patienten eingesetzt. Damit ist die Behandlung hochgradiger Schwerhörigkeit möglich. Ihr Unternehmen MED-EL ist Technologierführer mit 1600 Mitarbeitern und hat sich in Niedersachsen, in Hannover, mit einem eigenen Forschungs- und Entwicklungszentrum niedergelassen. Eine Vielzahl von Kooperationsprojekten existierten mit der MHH und weiteren Instituten in Niedersachsen, aber auch mit anderen Kliniken, sagte Haferkamp. Haferkamp stellte die Wichtigkeit des Hörens als Voraussetzung zur Kommunikation und Dialogfähigkeit der Menschen heraus. Mehr als 15 Prozent der Bevölkerung sei von Hörproblemen betroffen. Über eine Million von ihnen so schwer, dass nur ein Implantat helfen könne, sagte Haferkamp. Der medizinische Bedarf für exzellente Hörforschung sei sehr wichtig. In diesem Kontext bewegte sich auch das jüngste Stadtgespräch des Freundeskreises, bei dem Experte Professor Lenarz in Garbsen einen Vortrag hielt und auf zahlreiche Fragen zum Thema Hören aus dem Publikum einging. Die designierte Ringträgerin Hochmair leiste mit ihrem Unternehmen Hervorragendes und sei in der Region Hannover mit ihrem Forschungszentrum in enger Verbindung mit dr MHH und engagiere sich auch im Deutschen Hörzentrum.
Die ausgewählte Preisträgerin hat bereits hochkarätige Auszeichnungen in Empfang genommen, sie zählt auch zu den Unternehmerinnen des Jahres in Österreich.
Bürgermeister Grahl verwies auf die lange Reihe der hochkarätigen Ehrenringträger. Die Auszeichnung durch den bürgerschaftlichen Verein sei etwas sehr Besonderes.

 

Das ist der Ehrenring Garbsen: Der Ehrenring Garbsen wird in diesem Jahr zum 14. Mail vom Freundeskreis Garbsen verliehen. 2004 war der Ring zum ersten Mal gestiftet worden. Als Träger des Ehrenpreises kommen Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft Politik und Kultur in Frage, die durch herausragende Leistung auf sich aufmerksam gemacht haben. Der Ring ist zugleich ein Zeichen zur Willkommenskultur der Stadt und des Freundeskreises gegenüber der Fakultät Maschinenbau.

Bildquelle

  • 03_Ehrenring_Jury: Friedberg

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