Hertha ohne Chance – Bundesliga-Boxer des BSK Seelze bezwingen Berlin 14:10
Sehr treffsicher: Der Seelzer Boxer Raman Sharafa (links). Foto: Bode

Hertha ohne Chance – Bundesliga-Boxer des BSK Seelze bezwingen Berlin 14:10

Seelze/Hannover. Sie sind einfach nicht aufzuhalten. Die Boxer des BSK Hannover-Seelze haben auch den zweiten Heimkampf dieser Bundesligasaison für sich entschieden. Gegen den Tabellenzweiten Hertha BSC Berlin gab es einen beeindruckenden 14:10-Erfolg. Somit ist die Mannschaft von Trainer Arthur Mattheis nach vier Kampfabenden mit vier Siegen weiterhin Spitzenreiter. Am Ende ging der Coach sogar noch in die Luft. Er wurde von den freudestrahlenden Kämpfern gemeinschaftlich mehrfach in die Höhe geworfen. „Wir wollen unbedingt Meister werden“, sagte Mattheis am Ende des Abends mit etwas krächzender Stimme.

Der Abend begann im erneut ausverkauften Autohaus Kahle an der B6 bereits erfolgreich. Raman Sharafa siegte im Federgewicht deutlich. Der ukrainische Leichtgewicht-Europameister Juri Chestak musste anschließend eine Niederlage hinnehmen. Allerdings unter unglücklichen Umständen. Denn eine Platzwunde an der Augenbraue sorgte dafür, dass der Kampf nach der zweiten Runde abgebrochen und ausgepunktet wurde. Der ungestüme Berliner Kämpfer Saaed Omer hatte Chestak zuvor einen Kopfstoß verpasst. „Das war unsauber, aber keine Absicht“, sagte Mattheis. Die Niederlage war trotzdem ärgerlich und für Chestak überraschend: „Ich war mir sicher, dass ich führe.“

Doch die Seelzer gingen schnell wieder in Führung. Sevak Miroyan ließ seinem Gegner keine Chance, der in der zweiten Runde sogar angezählt wurde. Für Miroyan gab es sogar gleich doppelten Grund zur Freude: Vor Beginn des Kampfabends wurde er von Mattheis als bester BSK-Boxer der Vorsaison ausgezeichnet.

Mit einem Remis ging es in die Pause. Denn Magomed Schachidov musste die zweite Niederlage des Abends hinnehmen. Er hatte gegen den WM-Dritten und früheren Seelzer Kämpfer Abbas Baraou das Nachsehen. Es sprach aber für das Fair-play im Boxen, dass sich nach dem Schlussgong beide Boxer sofort umarmten und beide lachten.

Nach der Pause ließ der BSK der Hertha keine Chance. Andrey Merzlyakov siegte im Mittelgewicht noch knapp nach Punkten, deutlicher war es beim folgenden Erfolg von Oleksandr Pohrebniak. Damit war den Seelzern das Remis schon sicher. Doch sie wollten mehr. Für die Entscheidung sorgte schließlich Schwergewichtler Eugen Weigel. Es hallten immer wieder „Eugen, Eugen“-Sprechchöre durch das Autohaus. So sehr riss er die Boxanhänger mit. Berlins Marco Deckmann musste zahlreiche harte Schläge einstecken, bewies aber gute Nehmerqualitäten. Mit etwas Mühe setzte sich abschließend der Zwei-Meter-Mann Oleksandr Babych durch, wenngleich der Kampf wenig spektakulär war. Dennoch tanzte Der Ukrainer anschließend im Ring den Kasatschok, andere BSK-Boxer und auch Mattheis folgten ihm lachend.

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