TuS Harenberg steigt in die Bezirksliga auf
Der TuS Harenberg feiert mit den Anhängern den Aufstieg in die Bezirksliga

TuS Harenberg steigt in die Bezirksliga auf

Harenberg. Für Bernd Biank ging die Sause bis um 4 Uhr am frühen Mittwochmorgen. Dann verabschiedete sich der Trainer des TuS Harenberg ins Bett. Einige Spieler hielten aber noch deutlich länger durch und zeigten, dass sie nicht nur Kondition für 90 Minuten auf dem Platz haben, sondern auch noch danach ausdauernd feiern können. Dazu hatte die Mannschaft aber schließlich auch guten Grund: Harenberg ist nach einem überragenden 4:1-Erfolg im entscheidenden Relegationsspiel gegen den Mellendorfer TV in die Bezirksliga aufgestiegen.
„Das war ein super Tag für uns, auf der Anlage herrschte eine ganz tolle Stimmung“, sagte Biank. Rund 700 Zuschauer hatten sich auf der Sportanlage eingefunden. Die Anhänger der Gastgeber mussten allerdings einen frühen Schock verdauen. Bereits in der ersten Minute ging Mellendorf in Führung, nachdem der TuS den Ball im Mittelfeld leichtfertig verlor. „Es klingt komisch, aber dieser Rückstand kam uns sehr recht“, so der Coach. Mellendorf schien sich auf dem Vorsprung auszuruhen. Dem Bezirksligisten hätte ein Remis in Harenberg zum Klassenverbleib gereicht, da der MTV gegen den HSC Hannover II mit 4:1 gewonnen hatte, während der TuS dieses Spiel nur mit 2:0 für sich entschieden hatte.
Harenberg drehte nach dem Rückstand auf, setzte die ohnehin wackelige Mellendorfer Hintermannschaft immer wieder unter Druck. Vor allem der schnelle Steffen Quambusch sorgte für Torgefahr. Den Ausgleich erzielte der quirlige Marek Gilke, dessen Schuss aus 14 Metern noch abgefälscht wurde (17.). Einen Freistoß von Pascl Biank lenkte Torwart Rouven Kreuschner über die Latte (28). Nach einer Hereingabe von Quambusch ließ der Schlussmann den Ball nach vorne abklatschen, Lucas Münch staubte ab (31.). Bei diesem Spielstand wäre Harenberg aufgestiegen.
Die zweite Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, ohne dass Mellendorf allerdings zwingende Torchancen herausspielte. Harenberg stand meist sicher und agierte immer wieder mit schnellen Kontern. Zunächst setzte Biank einen Lupfer aus 25 Metern noch auf das Tornetz (55.), doch in der 76. Minute sorgte er für die Vorentscheidung. Im ersten Versuch scheiterte er noch an Kreuschner, den Nachschuss drosch er in die Maschen. Auf der Bank gab es kein Halten mehr, die Ersatzspieler stürmten auf den Platz und feierten mit dem Torschützen. „Zu dem Zeitpunkt wurde mein Puls ruhiger“, sagte Trainer Bernd Biank. Ganz ruhig wurde der Puls schließlich, als Münch noch zum 4:1 einschob (82.). Mellendorf hatte sich zu dem Zeitpunkt aufgegeben. Allen war klar, dass die beiden Teams die Ligen tauschen. Nach dem Schlusspfiff lagen sich die TuS-Spieler in den Armen, sie feierten ihren Erfolg. „Man nimmt es sicherlich erst mit einigen Tagen Abstand wahr, was wir da erreicht haben“, so der Coach.
Aktuell befindet er sich mit dem Team in Hamburg. Ab Freitag lässt die Mannschaft die Saison in der Hasenstadt ausklingen, am Sonntag kehren alle nach Seelze zurück. Dann wird sich Biank mit der bevorstehenden Aufgabe befassen. Über die Bezirksliga wisse er bislang nicht viel, sagte er. Das Saisonziel sei allerdings jetzt schon klar: „Wir wollen die Klasse halten.“ Doch auch ein Wiederabstieg sei kein Beinbruch. „Wir werden alles versuchen. Aber wenn es nicht reichen sollte, wird uns auch niemand den Kopf abreißen. Es wird ein spannendes Abenteuer, auf das wir uns alle riesig freuen“, so Biank. Er fügte hinzu: „Endlich lernen wir mal ein paar andere Dörfer kennen.“
Ein paar neue Spieler soll es noch geben. Neben dem bereits feststehenden Lukas Lichtenstein von Sparta Langenhagen sollen noch bis zu drei weitere Spieler kommen. „Sie müssen aber charakterlich zu uns passen“, betont Biank. Und eines sagt er auch eindeutig: „Auch in der Bezirksliga bezahlen wir den Spielern kein Geld.“

Bildquelle

  • 01_harenberg: Bode

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.