Grüne bemängeln Planung für Amazon-Radweg – Änderung der Verkehrsführung ​scheint nicht mehr möglich
Amazon baut in Garbsen. Aber reichen die Flächen aus, um einen sicheren Radweg zu erstellen? Das fragen die Grünen.

Grüne bemängeln Planung für Amazon-Radweg – Änderung der Verkehrsführung ​scheint nicht mehr möglich

Garbsen. Zoff wegen des Radwegs bei Amazon: Die Stadt freut sich über die Ansiedlung des Sortierzentrums an der Burgstraße, aber das dürfe nicht zu Lasten der Radfahrer gehen, warnten die Grünen im Umweltausschuss. Sie bemängeln die Informationspolitik der Verwaltung. Amazon baut zur Zeit ein Zentrum mit rund 60.000 Quadratmetern Hallenfläche, 700 Jobs sollen entstehen.

 „Die Fraktion  ist unzufrieden mit der schleppenden Antragsbearbeitung in der Angelegenheit Radwegs bei Amazon“, sagt der Grünen-Fraktionssprecher Dirk Grahn. „Unser Antrag zum Sicheren Radweg an der Burgstraße an der Zufahrt Amazon wurde am 29. März eingebracht. Die Verwaltung war im  Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses auch auf mehrfache Anfrage des Fraktionsvorsitzenden Dirk Grahn nicht in der Lage mitzuteilen, wie die Verwaltung zu diesem Antrag steht, sagt Grünen-Chef Darius Pilarski.

Ihre Kritik: Die Arbeiten an der Ausfahrt-Situation bei Amazon seien jedoch schon soweit fortgeschritten, dass eine Änderung der Verkehrsführung und die gewünschten Maßnahmen entweder nicht mehr umgesetzt werden könnten oder nur durch einen geldintensiven baulichen Rückbau zu erzielen seien. Pilarski. „Dieses ist für uns Grüne nicht hinnehmbar. Die Herstellung eines sicheren Radweges ist für uns äußerst wichtig.“ Durch die schleppende Bearbeitung haben die Grünen den Eindruck, dass die Verwaltung eine zügige Umsetzung vor dem Schutz der Radfahrenden setzt. Hier würden die Prioritäten falsch gesetzt. Die Politik habe bei den Planungen des Amazon-Logistikzentrums eine hohe Flexibilität und Schnelligkeit gezeigt. „Die Tatsache, dass die Verwaltung gut zwei Monate nach Antragstellung auch mündlich keine Auskunft geben will, ist für uns nicht akzeptabel“, sagt Pilarski. Die Grünen fordern die Verwaltung nun auf, bis spätestens in der Ratssitzung am 18.Juni eine mündliche Stellungnahme in dieser Thematik vorzunehmen.

Das Thema Verkehrsanbindung und Verkehrsbelastung hatte die Politik bereits im Januar bewegt, als die Entscheidung zur Ansiedlung des Amazon-Zentrums publik wurde. Belastbare Zahlen scheint es aber im Moment noch nicht zu geben. Die Verwaltung hatte darauf verwiesen, dass Amazon in kleinerem Umfang die Flächen nutzen werde, als einst Netrada geplant hatte. Deshalb werden die Verkehrszahlen im Rahmen des damaligen Verkehrsgutachtens liegen, dass für Netrada erstellt worden war. HB

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