Grüne fordern Stopp bei Amazon

Fordern deutlich mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger im Bereich des Sortierzentrums Amazon. Foto: Bahl

Garbsen. Die Grünen fordern einen Inbetriebnahme-Stopp für Amazon. Grund: Zu viele Fragen zum Verkehrsgutachten seien offen, sagt Fraktionssprecher Darius Pilarski. Die Stadt reagiert und sagt: Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger habe an der Burgstraße bei Amazon hohe Priorität.

Die Wogen um die Frage der Sicherheit für Radfahrer und ein aktuelles Verkehrsgutachten sind hoch geschlagen. „Wir können nicht verstehen, dass die Verwaltung in dieser Sache auf Verzögerung setzt“, sagt Pilarski. Die Grünen mutmaßen, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen, weil ein laufender Betrieb des Amazon-Zentrums nur schwer einzustellen sei. Damit es nicht dazu kommt, wollen die Grünen einen Stopp der Inbetriebnahme beantragen. Dies soll im nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss der Stadt Garbsen am 8. August erfolgen.

Die Grünen bemängeln das bisherige Verkehrsgutachten. Es befände sich kein Wort zum Radverkehr. Das Verkehrsmittel Rad sei nicht erwähnt, obwohl es im Fall von Schloss Ricklingen eine große Rolle spiele, sagt Fraktionskollege Dirk Grahn, der in Schloss Ricklingen wohnt. Er weist darauf hin, dass in den Spitzenzeiten zwischen 7 und 8 Uhr auch zahlreiche Schüler auf der Burgstraße unterwegs seien. Die Grünen fordern wegen der unklaren Lage ein weiteres Gutachten, das den Aspekt Radverkehr ins Auge fasst. Auch sollte das Zweitgutachten von einem anderem Verkehrsbüro erstellt werden.

Die Verwaltung reagiert: „Die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer an der neuen Einmündung Burgstraße/Grabenfeld hat für die Stadt Garbsen Priorität. Die Einmündung entspricht den anerkannten Richtlinien der Straßenbautechnik und wurde von der Region Hannover als zuständigem Straßenbaulastträger genehmigt und zwischenzeitlich auch abgenommen. Zusätzlich wird eine umfangreiche LED-Straßenbeleuchtung installiert. Darüber hinaus soll eine sogenannte Bike-Flash-Anlage eingerichtet werden, die die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger über das übliche Maß hinaus deutlich erhöhen soll“, sagt Pressesprecher Benjamin Irvin. hb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.