Klimaschutz hat einen Namen: Stadt stellt Burkhard Wolters vor

von Benjamin Irvin | am 26.01.2012 | 97 mal gelesen | 1 Bild
Burkhard Wolters wird bei jungen Seelzern künftig für Durchblick beim Thema Klimaschutz sorgen.

Seelze: Rathaus Seelze | „Bildung spielt beim Klimaschutz eine zentrale Rolle“

Seit Anfang des Jahres beschäftigt die Seelzer Stadtverwaltung einen Klimaschutzmanager. Der 49-jährige Biologe Burkhard Wolters wird in den nächsten drei Jahren jeweils 19,5 Stunden pro Woche dafür aufwenden, Kinder und Jugendliche in der Stadt für Klimaschutz zu begeistern.

Die neu geschaffene Stelle wird vom Bund mit 95 Prozent gefördert. Durch Einsparungen im Bereich der Strom- und Heizungskosten in Schulgebäuden und Kindergärten, soll der städtische Anteil der Kosten aufgehoben werden. „Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt Wolters. Sämtliche Beteiligte profitieren: Kinder und Jugendliche lernen vernünftig mit wertvoller Energie umzugehen. Als Multiplikatoren geben sie ihre Kenntnisse in die Familien weiter. Die Verwaltung spart künftig bares Geld bei den Strom- und Heizkosten und die Umwelt profitiert obendrein. Überzeugt von dem Konzept ist auch Susanne Grote vom Gebäudemanagment der Stadt. Sie war es auch, die sich beim Projektträger massiv für eine höhere Förderung eingesetzt hatte.

Wolters ist ein Glücksgriff für Seelze. Seit Jahren engagiert er sich für Bildungsprojekte in den Bereichen Umwelt und Klimaschutz. Unter anderem ist er im regionsweit bekannten Energie- und Umweltzentrum in Eldagsen bei Springe tätig. Bereits seit 30 Jahren werden dort unter anderem junge Menschen für den Themenkomplex sensibilisiert. „Bildung spielt beim Thema Klimaschutz eine zentrale Rolle“, ist sich Wolters sicher. „Stück für Stück muss bei den jungen Menschen die Sensibilität für das Thema wachsen.“
Mit Beginn des Frühjahres wird Wolters in Seelzer Schulen und Kindergärten unterwegs sein und sein Wissen auf pädagogisch wertvolle Weiße vermitteln. Hilfsmittel dabei ist unter anderem sein Umweltkoffer, mit dem er den Kinder und Jugendlichen praxisnah anhand von Experimenten vorführen kann, wie man täglich Strom und Energie sparen kann.

Die von der Stadt forcierte Einstellung Wolters ist Bestandteil des städtischen Klimaschutzaktionsprogramms. Parallel zum neuen Energieschutzmanager, soll das Thema Dämmung und energetische Sanierung vorangetrieben werden. Ein Ingenieurbüro untersucht derzeit, welche städtischen Gebäude zu viel Energie verbrauchen und schlägt Lösungsmöglichkeiten vor.

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