Pionioerarbeit wird mit Ehrenring belohnt
Professor Heinz Haferkamp (von links) steckt Professor Klaus-Peter Schmitz den Ehrenring im Beisein von Bürgermeister Christian Grahl an den Finger.

Pionioerarbeit wird mit Ehrenring belohnt

In einem Festakt hat der Freundeskreis Garbsen den Ehrenring für besondere Verdienste in Wissenschaft und Forschung an den Biomedizintechniker Professor Klaus-Peter Schmitz aus Rostock verliehen. Schmitz gilt als Pionier auf dem Gebiet der intelligenten Implantate. Vergangene Woche erst präsentierte der Wissenschaftler gemeinsam mit Kollegen auf einem Kongress resorbierbare Magnesiums-Stents, die als Implantate Blutgefäße stützen.
„Wir haben einen unbegrenzten Forschungsbedarf. Wissenschaft muss sich weiter entwickeln“, forderte Schmitz. Unter den rund 140 geladenen Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben befanden sich auch vier der bisher elf Preisträger: Professor Madjid Samii, Professor Thomas Lenarz, Professor Klaus Goehrmann und Professor Herbert Welling.
Dass Schmitz mit seiner Forschungsarbeit wesentlich zum Fortschritt im Bereich der Biomedizintechnik beiträgt, beweist nicht nur die Anzahl von 100 eingereichten und in der Anwendung erprobten Patenten, auch die Redner stellten Schmitz als herausragenden Netzwerkarbeiter vor. „Professor Schmitz ist ein Brückenbauer, der für die nachfolgende Forschergeneration als ideales Vorbild fungiert“, sagte Professor Christopher Baum, Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover. Insbesondere das Engagement von Schmitz für den interdisziplinären Austausch zwischen den naturwissenschaftlichen Disziplinen, Universitätsstandorten und Wissenschaftlern sei mit höchster Anerkennung zu würdigen.
Laudator Professor Heyo K. Kroemer, Präsident des Medizinischen Fakultätentages und Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen, erinnerte an den außergewöhnlichen Lebensweg von Schmitz: „Geboren während des zweiten Weltkrieges, aufgewachsen in Russland und in einem starren politischen System, hat sich Schmitz trotz allen Hindernissen zu einem bedeutsamen Spitzenforscher entwickelt“. Kroemer nannte für den erfolgreichen Lebensweg Schmitz’ insbesondere zwei Leitplanken. „Trotz der Brüche in den äußeren Rahmenbedingungen waren insbesondere die Verwurzelung Schmitz’ in der katholischen Kirche und die Unterstützung seiner Frau Regina sichere Orientierungspunkte“, sagte Kroemer.
Der Preisträger selbst nutzte den würdigen Rahmen, um sich bei Professor Heinz Haferkamp, Initiator der Auszeichnung und Ehrenbürger der Stadt Garbsen, für die Verleihung des Ehrenrings zu bedanken. „Ohne Haferkamp wäre nichts“, so Schmitz.
Auch der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Olaf Lies hob die Bedeutung des Ehrenrings hervor: „Der Ehrenring ist eine Auszeichnung, dessen Glanz weit über die Grenzen der Stadt Garbsen hinaus strahlt. Professor Haferkamp ist für die Wahrung der Tradition zu danken“.
Bürgermeister Christian Grahl stellte während seiner Begrüßung im Rathaus fest, dass sich der Freundeskreis mit Professor Haferkamp bei der zwölften Ringvergabe erneut selbst übertroffen hat. Grahl stellte das Wirken des Freundeskreises für Garbsen als Universitätsstandort für die gesamte Fakultät Maschinenbau heraus. Nach der Feierstunde bestand für die Festgesellschaft noch Gelegenheit, in der illuminierten Rathaushalle mit den Besuchern in Dialog zu treten.

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