Politiker antwortet auf viele Fragen der JKG-Schülern: Neue Schülerzeitungsredaktion führt ein Interview mit Matthias Miersch
Matthias Miersch stellt sich den Fragen der JKG-Schüler Simon Hennige und Schanaya Mohamad Foto. Bahl.

Politiker antwortet auf viele Fragen der JKG-Schülern: Neue Schülerzeitungsredaktion führt ein Interview mit Matthias Miersch

Der SPD-Politiker Matthias Miersch im Interview mit Simon und Schanaya vom JKG und im Gespräch vor der Schule.

Garbsen. Ein wenig aufgeregt waren Schanaya Mohamad (16) und Simon Henniger (17) dann schon – schließlich stand ihr erstes Interview für die neue JKG-Schülerzeitung kurz bevor. Prominenter Gast war der SPD-Bundestagsabgeordneter Matthias Miersch (49) aus Laatzen. Die Themen allemal spannend, reichten von Verjüngung der Partei über Social Media bis hin zur Medienpolitik. Die Fragen der Jungreporter sprudelten förmlich und es gab Lob vom Politik-Profi Miersch, der hinterher sagte, gut gefragt und gut nachgefragt, dass war wie bei den Profis in Berlin.

„Die Idee zu dem Interview entstand mit den Vorbereitungen zur neuen JKG-Schülerzeitung, die Ende November gelauncht werden soll“, sagte Schulleiter Thomas Göhmann. Der Kontakt zu Matthias Miersch lies sich übrigens leicht herstellen, denn seine Schwester ist Lehrerin am JKG.

Miersch äußerte sich zur ganzen Bandbreite der aktuellen Politik, zum Erneuerungsprozess der Partei, zu Bruchstellen in der Koalition, zu Fragen von Bündnissen außerhalb einer festen Koalition. Miersch betonte, dass er im Koaltitionsvertrag die Revisionsklausel für sehr wichtig erachte. Das sei ein scharfes Schwert, denn die SPD werde zur Hälfte der Zeit entscheiden, ob sie diese Koalition fortsetzen wolle. Als wertvoll wertete er es, dass alle Mitglieder gleichermaßen zur Abstimmung darüber beteiligt waren. „Wir müssen uns erst selbst finden, bevor wir uns mit Sammlungsbewegungen verbinden“, lautete seine Aussage, bezogen auf derartige Strömungen im Ausland.

Sehr spannend war für die Schüler, wie Matthias Miersch überhaupt zur Politik kam. In Laatzen engagierte er sich für einen Verein, dem plötzlich die Jugendförderung gestrichen wurde. Das wollte er sich nicht gefallen lassen, er engagierte sich in der SPD, kam 1991 in den Stadtrat und setzte seine politische Karriere Schritt für Schritt fort. 2005 zog er erstmals in den Bundestag ein. Seine Entwicklung sei sicher auch durch personelle Zufälle gesteuert gewesen, sagte er. Ein festes Bild oder Rezept, wie man Politiker wird, gebe es nicht. „Aber, ich rate ihnen unbedingt, erst eine vernünftige Ausbildung zu absolvieren – das sei wichtig“, betonte Miersch. Er studierte Jura in Hannover, wurde 1999 promoviert. Seit 1997 arbeitet Miersch als Rechtsanwalt. hb

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