Radweg bei Amazon wird sicher sein: Grüne stellen Dringlichkeitsantrag ​- Verwaltung weist Kritik zurück
Im Bereich der Zufahrt zu Amazon besteht ein Radweg, der nach Aussage der Stadt ausgebaut werden soll. Die Grünen fordern hier eine Schwelle am Radweg, um Fahrzeuge zum Abbremsen zu bringen. Foto: Bahl

Radweg bei Amazon wird sicher sein: Grüne stellen Dringlichkeitsantrag ​- Verwaltung weist Kritik zurück

Garbsen. ​Mit der Eröffnung des Sortierzentrums von Amazon an der Burgstraße wird der Verkehr ab September deutlich zunehmen: Die Grünen sehen eine erhöhte Gefahr für Radfahrer und wollen deshalb einen Dringlichkeitsantrag  im Rat stellen. Für die Stadt sei die Kritik der Grünen nicht nachvollziehbar, sagt Pressesprecher Benjamin Irvin. Die Sicherheit der Radfahrer habe selbstverständlich Priorität.

Das Unternehmen Baum baut laut Stadt in Höhe der Firmenzufahrt Grabenfeld eine Linksabbiegespur. Diese Maßnahme umfasse auch die sichere Ausgestaltung des am Amazon-Grundstück vorbeiführenden Radweges. Der ein- und abbiegende Verkehr wird aus beiden Fahrtrichtungen mit deutlichen Warn- und Hinweisschildern auf die querenden Radfahrer aufmerksam gemacht. Zudem wird der Fuß- und Radweg verschwenkt, um so einen möglichst großen Abstand zur Kreisstraße zu ermöglichen. Der Einmündungsbereich werde zudem komplett beleuchtet, sagt Dirk Peschel Fachbereichsleiter Verkehr. Zunächst besteht die Beleuchtung 50 Meter vor und hinter der Einfahrt, später solle der Radweg auf einer Länge von rund 400 Metern beleuchtet werden. Die Radwegspur werde komplett in roter Heißplastik angelegt und beschildert. Dies entspräche den anerkannten Regeln, sagt Perschel.  

Die Grünen setzten in ihrem Antrag auf eine Anhebung des Rad- und Gehweges durch eine Schwelle. Durch das Hindernis sollen Fahrzeuge zum deutlichen Abbremsen am Radweg animiert werden. Als weitere Sicherung setzten sie Grünen auf die Installation einer Bike-Flash-Anlage. Die Stadt möchte beim Thema Bike-Flash Anlage zunächst Erfahrungen aus einem Pilotprojekt abwarten, sagt Perschel. Eine nachträgliche Installation sei aber möglich. Der andere Vorschlag der Grünen, die Anhebung des Radweges auf Bordsteinhöhe und die Ergänzung von sogenannten Rüttelschwellen, halten die Verkehrsexperten im Rathaus für weniger zielführend. Solche Maßnahmen werden normalerweise innerorts im Bereich von Anliegerstraßen durchgeführt und nicht an stark frequentierten Kreisstraßen. HB

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