Starfighter war der Star der Flugschau – MSC lässt rund 50 Flugzeuge ​am Himmel kreisen
Der Starfighter in der Luft.

Starfighter war der Star der Flugschau – MSC lässt rund 50 Flugzeuge ​am Himmel kreisen

Garbsen. ​Die Modellfliegerei hat auch in Garbsen beim Modell-Sport-Club (MSC) viele Fans: Am Himmel kreisten mehr als 40 Fluggeräte. Der Star der Flugschau war zweifelsohne ein gelber F 104 Starfighter-Jet, der mit bis zu 300 Stundenkilometern über das Gelände donnerte, aber dann elegant auf der Rasenlandeplan niederging. „Das Starfighter-Modell des Flugfreundes zählt zur Modellflug-Oberklasse und kostet leicht so viel wie ein Kleinwagen“, verrät MSC-Pressesprecher Sascha Mauruschat. Der Club zeigte sich mit seiner zweitägigen Fluschau sehr zufrieden.

So ein Jet sei schon die Königsklasse der Modellfliegerei, weiß der Vereinssprecher. Sein Clubkollege Banjamin Schulz aus Meyenfeld ist stolzer Besitzer eines Viperjets. Das ferrarierote Fluggerät wird mit V-Power-Diesel geflogen. Das sei einfacherer, als die Beschaffung von Kerosin über den Airport Hannover. Die Turbine leiste mehr als sechs Kilogramm Schub, da könne man einen Farbeimer mit in die Luft nehmen, sagt der Modell-Flieger. Der Flieger wurde von ihm zusammengebaut aus einem Bausatz plus Extras wie aufwändigere Elektronik und digitale Steuerung. Dafür muss der Modellfreund bis zu 2.500 Euro auf den Tisch legen.  Begonnen habe er vor zwölf Jahren mit einem leichten Kunststoffmodell. Auch Schulz ließ seinen Jet in den Himmel steigen, an diesem besonderen Tag übrigens mit Ausnahmegenehmigung des Airports bis zu 300 Mweter hoch, sonst seien nur 100 Meter erlaubt, sagt MSC-Sprecher Mauruschat. Den roten Viperjet von Viper Aircraft Corp. gibt es übrigens auch zum richtigen Fliegen, dann kostet der Bausatz in den USA aber bis zu 300.000 US-Dollar. 

Gezeigt wurde bei der Flugschau das gesamte Vereinsrepertoire  vom Doppeldecker, Segelflieger, Hubschrauber, Quattrocopter bis zum Jet: Viele hundert Besucher verfolgten auf Campingstühlen oder im Gras sitzend die Flugvorführungen der Piloten. 

Der Verein kümmert sich auch sehr um den Nachwuchs, berichtet Vereinschef Dieter Weigert. Zum Beispiel der 15-jährigen Niklas Polatzek aus Osterwald. Er hat mit seinem Easy-Star-Schaumflieger schon den Regional-Jugendwettbewerb gewonnen und tritt im September bei den Deutschen Jugendmeisterschaften an. Der MSC-Vorsitzende Weigert besitzt auch eine gute Bildungsplattform für die Botschaft des Modellflugs gepaart mit der Faszination des Fliegens: die Grundschule Horst. Seit 2013 bietet er dort gemeinsam mit drei Vereinskollegen eine Modellflugzeug-AG für Viertklässler an. 

Der MSC wird übrigens im kommenden Jahr 30 Jahre alt, dann werde es bestimmt auch wieder einen ganz besonderen Flugtag geben, sagt Pressesprecher Mauruschat, der im richtigen Leben natürlich auch was mit Technik mach t- Mechatroniker bei Porsche. HB

Starfighter Modellflugzeug am Start.

Bejamin Schulz mit seinem Viperjet gehört zu den Besitzern eines anspruchsvollen Modellflugzeugs, das circa 3000 Euro kosten kann.

Hochbetrien herrscht auf der Startbahn beim Schautag. Fotos(4):Bahl

 

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