Vera Brand organisiert zum letzen Mal die Kulturtage
Köstliches Tiramisu wird es bei den Tafelfreuden geben: Vera Brand (von links), Bürgermeister Christian Grahl und Uwe Witte machen Appetit auf die Kulturtage.Foto: lafci

Vera Brand organisiert zum letzen Mal die Kulturtage

„Kurz und gut“. Genau so hat sich Vera Brand ihren Abschied von den Kulturtagen vorgestellt. Und das ist auch deren Titel. Seit 1993 wird das Festivalpaket im zweijährigen Abstand von Vera Brand als künstlerische Leiterin geschnürt.  „Es kostet wirklich viel Zeit und Kraft, wenn man anspruchsvolle Kunst und Kultur nach Garbsen holen möchte“, sagt sie. Da sie keine halben Sachen machen möchte, sei es besser, zu gehen, wenn es am Schönsten ist, so Brand.

In der letzten Ausgabe der Kulturtage lässt sie es noch einmal richtig krachen. Das Konzept verbindet Beliebtes und Besonderes, Gourmets und Generationen, es präsentiert schillernde Facetten der Bereiche Theater und Film, Musik, Tanz und Bildende Kunst.
Das Programm erfährt einen kulinarischen Auftakt. Zu Beginn des Festivals am Freitag, 15. Mai, verwandelt sich die Rathaushalle in einen festlich geschmückten Tafelsaal. Ab 19 Uhr erwartet die Besucher ein mediterranes Drei-Gänge-Menü an gedeckten Tischen und mit musikalischer Untermalung durch das Fredmann-Quartett. Das Spazzo und die Rathausterrassen servieren die Menüs. Die Platzzahl ist begrenzt.
Das Ensemble Noisten serviert am Sonntag, 17. Mai, ab 17 Uhr „Curry auf Oliven“. Dann findet in der Dorfkirche in Altgarbsen tief empfundene Religiosität mit Klezmer-Musik ihren Ausdruck. Danach ist ein vielfältiges Currywurst-Büfett geplant.
Ihren persönlicher Höhepunkt hat Brand sich für Montag, 18. Mai, aufgehoben. Das Publikum darf sich ab 19 Uhr in der Rathaushalle auf eine hochkarätige Van-Veen-Vorführung freuen. Der weltweit bekannte niederländische Sänger, Maler, Clown, Literat und Produzent Herman van Veen wird seine Bilder ausstellen und aus seinem aktuellen Buch „Erinnerte Tage“ vorlesen. Claudia van Veen wird einen Theatermonolog „Wir melden uns“ präsentieren, den ihr Herman van Veen auf den Leib geschneidert hat.
Eine der erfolgreichsten A-cappella-Gruppen Deutschlands wird das Publikum am Donnerstag, 21. Mai, ab 20 Uhr in der Aula des Schulzentrum I begeistern. Das Ensemble Basta präsentiert sein neues Programm „Domino“.
Besonders für Schüler und Studenten wird es dann am Sonnabend, 23. Mai, ab 19 Uhr interessant. Junge Künstler liefern sich im Stadtpark einen verbalen Wettstreit beim Open-Air-Poetry Slam „Klartext“. Moderiert wird die Veranstaltung von Felix Römer. Mit dabei sind auch Max Kennel und Indiana Jonas alias das Lumpenpack. Zum Abschluss der Kulturtage verwandeln Artisten, Künstler, Tänzer und Musiker den Stadtpark in ein Freiluftvarieté. Das bekannte ParkPanoptikum findet von 15 bis 20 Uhr statt, Essensstände laden zum Verweilen ein.  Wie es nach der Brand-Ära weitergehen soll, darüber herrscht noch keine Einigung. Sicher ist aber, dass es einen städtischen Arbeitskreis geben wird, in dem Brand mit Rat und Tat mitwirken will. Erste Ansätze sehen so aus, dass die Kulturtage nicht konzentriert, sondern über das Jahr verteilt stattfinden sollen. An dem bisherigen Kulturtage-Etat für zwei Jahre in Höhe von 62.000 Euro soll nicht gerüttelt werden.

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