Wasserverband hebt Beschränkung für Nutzer auf: Garbsener Versorger kann Speicher mit Unterstützung durch enercity auffüllen
Blick in die Speicher des Wasserverbands in Garbsen, dieBehälter sind wieder gefüllt. Foto: r

Wasserverband hebt Beschränkung für Nutzer auf: Garbsener Versorger kann Speicher mit Unterstützung durch enercity auffüllen

Garbsen/Neustadt (hb). Der Wasserverband hat die Beschränkungen bei der Verwendung von Trinkwasser in seinem Verbandsgebiet wieder aufgehoben. Die Verbraucher im Stadtgebiet von Garbsen waren mehrere Tage dazu angehalten, Wasser im Außenbereich nicht mehr zu nutzen.

Für die Aufhebung der Wasserbeschränkung führte der Verband als Gründe die kühlere Witterung und den geringeren Wasserverbrauch durch die Nutzer an. Das hätte die angespannte Lage verändert, außerdem konnte wieder konstant Trinkwasser über die Stadtwerke Enercity (Hannover) bezogen werden, sagt Geschäftsführer Stephan Schumüller vom Wasserverband Garbsen – Neustadt (WVGN). Enercity gilt für den WVGN als wesentlicher Vorlieferant. Das Problem war aber, dass der hannoversche Versorger Technikprobleme hatte und auch selbst einen sehr hohen Wasserverbrauch in Hannover bewältigen musste. Deshalb stellte Enercity die Zulieferung nach Garbsen ein. Der Wasserverband sei deshalb gezwungen gewesen, ein Nutzungsverbot für die Bewässerung von Gärten und das Füllen von Pools zu erlassen, sagt der Geschäftsführer. Der Aufruf habe zwar eine starke Reaktion bei den Nutzern hervorgerufen, führte aber zu einer deutlichen Reduzierung der Abgabemenge, so der Sprecher.

Der Wasserverband versorgt neben dem Gebiet der Stadt Garbsen auch alle Stadtteile der Stadt Neustadt, mit Ausnahme der Kernstadt Neustadt, die von eigenen Stadtwerken versorgt wird. 120.000 Einwohner werden beliefert. Der Wasserverband versorgt zudem Lichtenhorst, Rodewald, Steimke und weitere kleinere Siedlungen im Kreis Nienburg. Dort hatte der Verband eine Umstellung auf den Wasserversorger des Heidekreises in die Wege geleitet. Eine Nachfrage des Garbsener Versorgers bei den Harzwasserwerken hatte ergeben, dass diese nicht helfen konnten. Die Harzwasserwerke beliefern auch die Neustädter Kernstadt, dort gab es keine Beschränkung. Die circa in den 1930er Jahren gegründeten Harzwasserwerke decken ihren Bedarf aus den Stauseen des Harzes und sind mit einer Wasserpipline bis nach Bremen zur Versorgung der Hansestadt verbunden. Auf der Strecke dorthin befinden sich einzelne Frischwasserbrunnen, so auch das Wasserwerk Schneeren, das zu den Harzwasserwerken gehört. Das Wasser aus Schneeren fließt regulär nicht in die Leitungen des Wasserverbads Garbsen –Neustadt.

Der Verbandsgeschäftsführer Schumüller hatte am Dienstag formell mitgeteilt, dass die Verwendung von Trinkwasser nach Paragraph 22 AVB WasserV (Verordnung Allgemeine Versorgungsbedingungen für Wasser) nicht mehr beschränkt sei. Der Verband bedanke sich bei allen Kunden für ihr Verständnis und Beachtung der notwendigen Beschränkungen.

Obwohl in den nächsten Tagen nicht mehr mit extremen Temperaturen gerechnet wird, sind nennenswerte Niederschläge nicht zu erwarten. Daher gelte trotzdem weiterhin der dringende Aufruf zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser, so der Verband.

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