Anteile für neues Dorfhaus sind begehrt. Umfrage unter Dorfbewohnern ist der Ausgangspunkt
Zweite Informationsveranstaltung: Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling wil mit dem zuständigen Arbeistkreis noch einmal über die Pläne für einen Hofladen mit Anbau für ein Dorfcafé neben der Alten Schule am Pagenburgweg berichten. Dann soll in Lenthe auch der Verkauf von Genossenschaftsanteilen für das Dorfhaus weitergehen.

Anteile für neues Dorfhaus sind begehrt. Umfrage unter Dorfbewohnern ist der Ausgangspunkt

Lenthe. Große Unterstützung für ein ehrgeiziges Projekt: In Lenthe nehmen die Pläne für einen neuen Dorfmittelpunkt immer konkretere Formen an. Inzwischen haben bereits rund 80 Lenther Genossenschaftsanteile für den geplanten Hofladen mit Café gezeichnet. Der Verkauf der Anteilsscheine geht in die Endphase.

Das Projekt mit dem Titel „DorfHaus“ stößt nach Angaben von Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling auf enorme Resonanz. „Seit der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung und dem Verkaufsbeginn für die Anteilsscheine Ende Oktober sind bereits rund 90 Exemplare gezeichnet worden“, sagt Ermerling. Manche Lenther hätten sogar zwei Anteilsscheine erworben.

Hintergrund der Aktion: Die Gesamtkosten für das neue Dorfhaus werden derzeit auf rund 150 000 Euro geschätzt. Bis zu 85 Prozent der Summe sollen durch öffentliche Fördermittel finanziert werden – die restliche Summe durch eine Genossenschaft. Jeder Lenther kann bis zu zehn Anteile von je 250 Euro erwerben. Genossenschaftler sollen Produkte des Dorfladens günstiger erhalten.

„Der Verkauf der Anteile läuft wirklich überraschend gut“, sagt Ermerling. Zudem hätten etliche Lenther bedauert, die erste Infoveranstaltung versäumt zu haben. Deshalb lädt der für das Projekt zuständige Arbeitskreis für Sonntag, 22. Januar, um 15 Uhr zu einer zweiten öffentlichen Projektvorstellung in der Alten Schule am Pagenburgweg ein. „Mit Kaffee und Kuchen und mit dem Verkauf von weiteren Anteilsscheinen“, sagt Ermerling.

Er ist zuversichtlich, dass die notwendige Anzahl verkaufter Genossenschaftsanteile jetzt in die Endphase geht. „Insgesamt sind etwa 130 verkaufte Exemplare angepeilt – je mehr, desto besser“, sagt Ermerling. Ihm liegen auch bereits weitere Kaufzusagen vor – sogar aus benachbarten Ortschaften. Vom weiteren Verkaufserfolg hängt viel ab: „Nur wenn der notwendige Eigenanteil in Form veräußerter Genossenschaftsanteile gedeckt sei, bestehe auch die Möglichkeit, die Fördermittel zu beantragen, sagt Ermerling.

Die Vision der ehrenamtlichen Planer um den Ortsbürgermeister ist ein Ort für Jung und Alt – zum Einkaufen, Kaffeetrinken und Klönen. Das Dorfhaus soll eine Mischung aus Hofladen, Kiosk, Café und Treffpunkt sein – mit Lebensmitteln, Produkten des täglichen Bedarfs sowie frischen Brötchen. Auch ein Lieferservice für ältere Bürger ist denkbar.

Ein Standort scheint bereits gefunden zu sein: In einem Schuppen auf dem Gelände des Dorfplatzes an der Alten Schule soll nach dem Plan des Arbeitskreises der Dorfladen entstehen. Eine Küche wurde darin bereits vor zwei Jahren ehrenamtlich eingebaut. Daneben soll am Pagenburgweg für das Café ein kleiner Anbau errichtet werden. Den Bolz- und den Bouleplatz nebenan möchte der Arbeitskreis erhalten. Der Schuppen gehört der Stadt, er kann für das Projekt genutzt werden, es gibt Parkplätze und barrierefreie Toiletten. „Nach dem Stellen der Förderanträge und dem gesamten Genehmigungsverfahren ist ein Baubeginn im nächsten Jahr möglich“, schätzt Ortsbürgermeister Ermerling.

Schon seit dem Jahr 2014 bemühen sich engagierte Lenther Bürger um ein Konzept für ein weiteres Angebot, um die Lebensqualität in Ort zu verbessern. Eine erste Umfrage vor zweieinhalb Jahren zeigte: Die Lenther wünschen sich eine Begegnungsstätte mit Einkaufsmöglichkeit. Die Auswertung der Umfrage war zugleich der Startschuss für die weitere Planung. Es wurde eine Arbeitsgruppe mit zahlreichen Freiwilligen gebildet, die sich um alle notwendigen Angelegenheiten kümmert. Das Ziel: Am Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule soll ein genossenschaftlicher Laden mit einem angegliedertem Café entstehen. „Und es gibt auch schon Freiwillige, die sich als Helfer für den Dorfladen gemeldet haben“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling. Dorfladen und Café sollen zunächst ehrenamtlich betrieben werden.

 

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