ASB bildet Bundewehrsoldaten zu Notfallsanitätern aus. 13 Männer und zwei Frauen drücken die Schulbank
15 Soldaten haben jetzt ihre dreijährige Ausbildung zu Notfallsanitätern begonnen. Ausbildungsleiter Maik Döring (vierter von links) und die Praxisanleiter kümmern sich um die Azubis. Foto: Rabenhorst

ASB bildet Bundewehrsoldaten zu Notfallsanitätern aus. 13 Männer und zwei Frauen drücken die Schulbank

Gehrden. 15 ganz besondere Auszubildende drücken jetzt die Schulbank in der ASB Lehrrettungswache im Bünteweg in Gehrden. Vergangene Woche startete der neue berufliche Weiterbildungskurs zum Notfallsanitäter, bei dem der Arbeiter-Samariter-Bund Hannover (ASB) seit 2015 als Bildungsträger mit der Bundeswehr kooperiert. Die Feldwebelanwärter kommen überwiegend aus dem Organisationsbereich Zentraler Sanitätsdienst sowie aus den Teilstreitkräften Heer und Marine der Bundeswehr und absolvieren im Rahmen der „zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung von Soldaten/Soldatinnen auf Zeit im Rahmen der militärfachlichen Ausbildung (ZAW)“ ihre Berufsausbildung in den nächsten drei Jahren.

Die 13 Männer und zwei Frauen haben sich für mehrere Jahre bei der Bundeswehr fest verpflichtet. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter soll den beruflichen Weg der Soldaten entscheidend mitprägen. In den ersten Wochen fahren sie als drittes und nur beobachtendes Besatzungsmitglied in den Rettungswagen des ASB mit.

Maik Döring achtet mit einem zwanzigköpfigen Team darauf, dass beim Praxistraining alle erforderlichen Fertigkeiten geschult werden. „Zunächst sollen die Azubis die Arbeitsabläufe und mögliche Einsatz-Szenarien kennen lernen“, sagt der Ausbildungsleiter.

Der Beruf des Notfallsanitäters, den es gerade einmal seit drei Jahren gibt, ersetzt den bisherigen Rettungsassistenten. Neu daran ist, dass die duale Ausbildung, drei statt wie früher zwei Jahre dauert und in einen praktischen und einen schulischen Teil gegliedert sei. Auf die angehenden Retter warten damit insgesamt 1920 Stunden Schulunterricht, 1960 Stunden Einsatz an einer Lehrrettungswache und weitere 720 Stunden Dienst in einer Klinik. Am Ende müssen die Teilnehmer eine staatliche Prüfung ablegen.

Die längere Ausbildungszeit zahle sich aus. „Der Notfallsanitäter hat deutlich mehr Kompetenzen als sein Vorgänger. Er darf in lebensbedrohlichen Situationen bestimmte medizinische Maßnahmen eigenverantwortlich durchführen, die ansonsten nur einem Arzt gestattet seien“, betont Döring. Dazu gehören unter anderem das Legen von Kanülen und die Verabreichung von Notfallmedikamenten.

 

Bildquelle

  • 02_FOTO_Notfallsanitäter-Bundeswehr_rh_B: Heidi Rabenhorst

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