Bezahlbarer Wohnraum fehlt
Wollen den Sozialen Wohnungsbau voranbringen: Bürgermeister Cord Mittendorf (von links), CDU-Landtagsabgeordneter Max Matthiesen (von links) und KSG-Geschäftsführer Karl-Heinz Range.

Bezahlbarer Wohnraum fehlt

In Gehrden fehlt bezahlbarer Wohnraum

KSG Hannover baut Haus für elf Parteien an Nordstraße – Forderung nach mehr Förderung

Gehrden. In ganz Niedersachsen fehlt bezahlbarer Wohnraum – auch in Gehrden. „Der Bau von sozial gebundenem Wohnraum nimmt ab, gleichzeitig steigt aber die Nachfrage“, sagte der CDU- Landtagsabgeordnete Max Matthiesen am Montagnachmittag im Gehrdener Rathaus und belegte das Problem mit genauen Zahlen. In Niedersachsen sollen pro Jahr 978 Wohnungen mit Sozialbindung neugebaut werden. „Der Bedarf liegt aber bei rund 5000 Wohnungen pro Jahr für Niedersachsen. Die zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum für Flüchtlingsfamilien ist dabei noch nicht eingerechnet“, erläuterte Matthiesen. Wir müssen mit Zuschüssen arbeiten, um auf Stückzahlen zu kommen“, fügte er hinzu und plädierte dafür, die Förderichtlinien zu verändern. Um den sozialen Frieden gewährleisten zu können, müsse das Wohngeld erhöht werden.

Auch für Karl-Heinz Range steht fest, dass das Land die Fördermodalitäten verändern muss. Es reiche nicht aus, nur ein zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren zu gewähren. „Es müssen auch Zuschüsse gezahlt werden – und zwar 400 Euro pro Quadratmeter Wohnraum“, sagte der Geschäftsführer der KSG Hannover bei einem Treffen im Gehrdener Rathaus, zu dem am Montagnachmittag der CDU-Landtagsabgeordnete Max Matthiesen eingeladen hatte. „Wir müssen Wohnraum für Menschen mit einem kleinen und mittleren Einkommen schaffen. Es gibt einen hohen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. Politiker sind gut beraten, entsprechend zu handeln“, fügte er hinzu.

Auch Bürgermeister Cord Mittendorf belegte das Problem mit genauen Zahlen: Von einst 259 B-Schein Wohnungen im Langen Feld sind zurzeit noch 139 übrig geblieben. Ende 2017 schrumpft die Zahl um weitere 89. „Es ist also höchste Zeit zu reagieren“, sagte er. Ein erster Schritt wird nun an der Nordstraße getan. Dort will die KSG Hannover ein Projekt des Sozialen Wohnungsbaus realisieren. Wo einst das Feuerwehrgerätehaus stand, soll ein Haus mit elf Wohnungen errichtet werden.

Für Henning Harter (SPD) ist es der Schritt in die richtige Richtung„Wir müssen den sozialen Wohnungsbau deutlich forcieren. Wir sind auf einem guten Wege“, sagte er. Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen) forderte, derartige Projekte auch in den Neubaugebieten umzusetzen. Auch Hilmar Rump plädierte dafür: „Wir haben genug Neubaugebiete, auch in den Ortschaften“, sagte der FDP-Politiker.

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  • DSC_0052: Heidi Rabenhorst

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