Das Publikum fordert mehrere Zugaben. Rund 400 Besucher bejubeln Mandolinen- und Gitarrenorchester
Ausgezeichnet (von links): Sonja Walkowiak, Friedrich Engelmann, Erika Otte, Herbert Nolting und Susanne Warzecha. Fotos: Rabenhorst

Das Publikum fordert mehrere Zugaben. Rund 400 Besucher bejubeln Mandolinen- und Gitarrenorchester

Empelde. Die Musiker des Mandolinen- und Gitarrenorchesters (MGO) Empelde haben am Sonnabend bei ihrem Konzert anlässlich des 90-jährigen Bestehens für Furore gesorgt: In der Marie-Curie-Schule in Empelde bescherten die rund 90 Musiker der drei MGO-Ensembles den 300 Besuchern in der großen Aula und den 100 Gästen beim sogenannten Public Viewing in der Pausenhalle drei Stunden lang ein beeindruckendes Konzerterlebnis – und wurden vom Publikum erst nach mehreren lautstark geforderten Zugaben von der Bühne gelassen.

Mit so einem Andrang hatte selbst der MGO-Leiter und Vorsitzende Friedrich Engelmann nicht gerechnet: Bereits 15 Minuten vor Konzertbeginn konnte Helferin Heike Claaßen den ankommenden Besuchern keine Plätze in der Aula anbieten. „Wir sind ausverkauft, es gibt keine Sitzplätze mehr“, sagte Claaßen schulterzuckend.

Eine Lösung fand sich aber dennoch: Damit möglichst viele Zuschauer das Konzert verfolgen konnten, räumten die erwachsenen Musiker des Hauptorchesters nach dem Begrüßungslied kurzerhand die Pausenhalle für das erstmals angebotene Public Viewing. Dort hatten sie sich zu Konzertbeginn platziert, um den Slowfox „Tanz-Suite in drei Sätzen“ von Willi Althoff zu Gehör zu bringen. Es war der gelungene Auftakt einer rundum erfolgreichen Veranstaltung – mit einem musikalisch abwechslungsreichen Programm, toller Stimmung und abschließend sogar mit Leuchteffekten. „Die Aftershowparty dauerte bis zum frühen Morgen“, sagte Friedrich Engelmann gestern, der in seiner Begrüßung kurz auf die Vereinsgeschichte des von seinem Vater „Fritz“ Friedrich Engelmann im Jahre1927 als Mandolinenorchester „Musikfreunde von 1227 Empelde“ gegründeten MGOs eingegangen war.  „Mein Vater war es auch, der nach dem Krieg und Gefangenschaft im Jahr 1952 wieder Musikfreunde um sich versammelte“, berichtete der Vorsitzende. In den 1970er Jahren habe sein Vater mit der Ausbildung von jungen Mandolinenspielern begonnen. Im Jahr 1977 hat er die Leitung seinem Sohn Friedrich Engelmann, dem jetzigen Vorsitzenden übertragen.

Für den Erfolg des MGO macht der Leiter des Hauptorchesters die gute Nachwuchsarbeit und die harmonische Atmosphäre verantwortlich. Etwa 30 Kinder und 25 Jugendliche zählen zu den Nachwuchsensembles – den MGO-Kids und dem Jugendzupforchester. Zu den Musikern gehören laut Engelmann bis zu drei Generationen einiger Familien. Und er weiß, wovon er spricht: Sowohl seine Tochter Maike Engelmann als auch seine Enkelin Laura Engelmann sind aktiv dabei.

Für das Jubiläumskonzert hat sich das MGO hochkarätige Gastsolisten eingeladen. Mit „Spanischen Impressionen“ glänzte Leonardo Riva an der Gitarre, Felix Maier brillierte mit einen Saxophon-Solo „Concertino Nr.3“ und gesanglich überragte Nathalie Chérestal unter anderem mit „Rolling in the Deep“ von Adele Adkins.

Bei der Jubiläumsfeier wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet: Der mit 81 Jahren älteste aktive Spieler Herbert Nolting und Erika Otte (Engelmanns Schwester), wurden für 60-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Friedrich Engelmann wurde für 50-jährige Treue geehrt und Sonja Walkowiak und Susanne Warzecha sind seit 40 Jahren dabei.

Bildquelle

  • 04_FOTO_MGO23_rh: Heidi Rabenhorst

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