Den Entdeckergeist bei den Kindern fördern. Abendkirche für junge Nachtschwärmer / Angebot soll Kindern die Kirche näherbringen
Auch das Musizieren gehört zur Nachtschwärmerkirche. Foto: Rabenhorst

Den Entdeckergeist bei den Kindern fördern. Abendkirche für junge Nachtschwärmer / Angebot soll Kindern die Kirche näherbringen

Ronnenberg. Die Kinder im Kirchengemeindeverband Ronnenberg kommen seit Anfang des Jahres in den Genuss einer sogenannten Nachtschwärmerkirche. Diese bislang in den evangelischen Gemeinden Ronnenbergs weitgehend unbekannte Form einer Abendkirche für Kinder hat die neue Diakonin Frederike Petereit eingeführt.

Die 26-jährige Religionspädagogin ist nach ihrem abgeschlossenen Studium in Hannover und ihrem Berufspraktikum in Hildesheim bereits seit vergangenem Herbst im Kirchenkreis als Diakonin beschäftigt. Außerdem unterrichtet sie evangelische Religion an einer Grundschule in Wettbergen.

Petereit, die auf der Nordsee- insel Föhr geboren und aufgewachsen ist, ist in den Ronnenberger Kirchengemeinden schwerpunktmäßig für die Arbeit mit Kindern zuständig. Laut Kirchenkreis ist Petereit mit einer halben Stelle in Ronnenberg eingesetzt – gefördert durch das landeskirchliche Nachwuchskräfteprogramm und zunächst auf fünf Jahre begrenzt.

Neue Angebote sind für Petereit offenbar Programm. „Ich probiere immer wieder gerne neue Dinge aus“, erzählt sie. Mit der Nachtschwärmerkirche möchte sie dem Nachwuchs die Kirche näherbringen und den Kindern die Scheu davor nehmen. „Hier können sie die Kirche erkunden, alles ausprobieren. Wann sonst haben sie die Möglichkeit, auf die Empore zu gehen, mal von der Kanzel zu sprechen oder die Orgel zum Klingen zu bringen“, sagt die Pädagogin, die für einen erlebnisorientierten Unterricht steht. „Ich möchte damit den Entdeckergeist bei den Kindern fördern“, fügt sie hinzu.

Am Donnerstagabend haben sich Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und zehn Jahren in der Ronnenberger Michaeliskirche zur bereits fünften Nachtschwärmerkirche getroffen. Die vorherigen Treffen haben in Ihme-Roloven, Linderte, Empelde und schon einmal in Ronnenberg stattgefunden. Die Zusammenkünfte beginnen mit einer Erkundung des jeweiligen Gotteshauses und einer kleinen Andacht. Danach wird eine biblische Geschichte vorgelesen. Passend zum Motto „Wir bringen die Kirche zum Klingen“ wurden kleine Instrumente wie Rasseln, Regenmacher, Schellenkränze und kleine Trommeln gebastelt. Beim Singen vor dem Altar konnten die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren.

Natürlich war auch für Essen und Getränke gesorgt. Der Renner bei den Kindern waren die Würstchen im Schlafrock. Unterstützt wird Petereit bei den Aktionen von ehrenamtlichen Helfern. Am Donnerstag stand ihr der FSJler Eric Champiomont zur Seite.

Gleich fünf Kinder sind aus Ihme-Roloven dabei gewesen. „Wir haben uns verabredet“, erzählt die acht Jahre alte Marit. Sie gehe gerne in die Kirche, weil sie dort ihrer verstorbenen Oma besonders nahe sei. Fiona (8) macht das Basteln am meisten Spaß. Der siebenjährigen Lisa aus Linderte gefällt am besten, dass Musik gemacht wird. In der zuvor gehörten biblischen Geschichte von Saul und David, bei der David Saul die Musik wieder fühlen lässt, wäre sie gerne David gewesen. „Schließlich spiele ich ja auch ein Instrument“, verrät sie.

Info: Die nächste Nachtschwärmerkirche findet am Freitag, 18. August, 17 bis 20 Uhr, in Weetzen statt. Das Motto lautet „Die güldene Sonne“.

 

 

Bildquelle

  • Nachtschwärmerkirche: Heidi Rabenhorst

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