Die Weihnachtsfrau verteilt Geschenke

Die Weihnachtsfrau verteilt Geschenke

Der Weihnachtsmann kommt als Frau zurück

Junge Mutter bringt Kinderaugen zum Strahlen

Gehrden. Es ist seit vielen Jahren eine schöne Tradition: Jeden Tag in der Vorweihnachtszeit kommt der Weihnachtsmann in die Innenstadt und verteilt Obst und Süßigkeiten. Doch in diesem Jahr drohte der Besuch des Mannes mit dem roten Mantel auszufallen – sodass Eltern mit Hilfe von Sponsoren einsprangen.

 

Am 1. Dezember hatten die Kinder auf dem Gehrdener Marktplatz um 16.45 Uhr erstmals vergeblich auf den Weihnachtsmarkt mit dem großen Jutesack gewartet. Weil sich niemand gefunden hatte, der die Organisation übernahm, tauchte der Mann mit dem weißen Bart nicht auf – sehr zum Leidwesen der Jungen und Mädchen. Das wiederum rief im sozialen Netzwerk engagierte Gehrdener Eltern unter Federführung von Kayleigh Eileen Rohrig, Sabrina Heuer und Jessica Wichmann auf den Plan: Praktisch über Nacht organisierten die jungen Mütter nicht nur ein passendes Kostüm und eine Weihnachtsfrau. Auch der Aufruf nach Spenden wurde innerhalb weniger Stunden zum Selbstläufer: Mandarinen, Süßigkeiten und Kekse wurden von Bürgern der Gehrdener Turmgard und Geschäftsinhabern an der kurzfristig eingerichteten Sammelstelle im Delfibad abgegeben. Und auch die Calenberger Zeitung, die Lokalausgabe der HAZ und NP, sorgt mit Unterstützung von Edeka Raue in der Schulstraße dafür, dass der große Jutesack bis zum 23. Dezember immer gut gefüllt ist. Aber auch zahlreiche Bürger und Geschäftsleute beteiligen sich mit Spenden an der Aktion.

Ins Leben gerufen wurde die Weihnachtsaktion in den neunziger Jahren von der Gehrdener Interessengemeinschaft Selbstständiger (GIS). Im Jahr 2007 hatte der Verein „Gehrden feiert Feste“ diese Aufgabe mit Unterstützung von Sabine Gaues übernommen. In den vergangenen drei Jahren sorgte die Geschäftsfrau dann alleine für das Erscheinen des Weihnachtsmannes. „Die Bereitschaft zu spenden wurde unter den Geschäftsleuten jedoch immer geringer. Zum Schluss blieb eine Handvoll übrig. In diesem Jahr habe ich mich deshalb zurückgezogen. Das Anspruchsdenken unserer Gesellschaft ärgert mich maßlos“, begründete Gaues den Schritt.

Natürlich freue sie sich nun aber darüber, dass es Eltern gelungen sei, die Aktion fortzuführen. „Und selbstverständlich unterstütze ich sie mit Spenden“, fügte die engagierte Geschäftsfrau hinzu.

Bildquelle

  • Der Weihnachtsmann verteilt Geschenke: Heidi Rabenhorst

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