Ein Assistenzhund hilft Kindern mit Behinderung. Ausbildung im WZ Hundezentrum – Krankenkasse übernimmt keine Kosten
Ulrich Zander (rechts) besucht Benedikt und Hund Aladin regelmäßig in Leveste. Foto: Rabenhorst

Ein Assistenzhund hilft Kindern mit Behinderung. Ausbildung im WZ Hundezentrum – Krankenkasse übernimmt keine Kosten

Leveste. Der 13-jährige Benedikt aus Leveste leidet unter dem fragilen-X-Syndrom, einem unheilbaren Gendefekt. Diese Form der geistigen Behinderung äußert sich durch massive Wahrnehmungsstörungen, soziale Scheu und autistische Züge. Ein eigens für ihn ausgebildeter Assistenzhund erleichtert nun das Leben des Jungen und der Familie. Der zweijährige Labrador Retriever Aladin ist im Juli in Leveste eingezogen.

Betroffene Eltern, die für ihr Kind ebenfalls einen vierbeinigen Freund suchen, finden Hilfe bei Ulrich Zander, dem Leiter des WZ Hundezentrums Norddeutschland, in dem Aladin speziell für Benedikts Bedürfnisse 18 Monate lang ausgebildet worden ist. Die Ausbildung kostete rund 25 000 Euro. Eine große Summe.

Den größten Block bilden dabei die Kosten für die Ausbildungsstunden. Bis ein Assistenzhund fertig ausgebildet ist, werden etwa 300 Stunden Fachtraining benötigt. Die Krankenkassen übernehmen keine Kosten. Das Geld muss selbst aufgebracht werden. „Das kann natürlich fast niemand. Deswegen müssen Spenden gesammelt werden. Bei der Aquise hilft unser Koopertionspartner, der Verein Servicehundezentrum mit einem Konzept und Beratung“, erklärt Ulrich Zander. Wenn die Familien diesen Fahrplan befolgen, sei das Geld innerhalb eines Jahres da. „Eigeninitiative ist hilfreich. Je engagierter die Familien sind, um so schneller ist das Geld zusammen. Die Gelder kommen dann von Privatpersonen, Firmen, Gewerbetreibenden, Stiftungen, Vereinen und Veranstaltungen“. so Zander. Familie Schmidt erhielt viel Unterstützung: Dank großzügiger Spender und vieler kreativer Aktionen ist der Betrag innerhalb von zehn Monaten zusammengekommen.

Interssierte erfahren auf der Homepage unter www.hundezentrum-norddeutschland.de alles über die Arbeit sowie über die Möglichkeit der Selbst-, Dual- oder Fremdausbildung. „Nicht nur die Auswahl eines geeigneten Hundes ist wichtig, auch die Ausbildungsmethode muss zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passen“, heißt es dort.

Zudem erhalten Interessierte einen groben Überblick über die verschiedenen Arten von Assistenzhunden und möglichen Aufgaben, die diese übernehmen können. Beachtet werden müsse, dass es sich dabei nur um eine allgemeine Beschreibung handelt. Assistenzhunde sind Hunde mit einem speziellen Wesen, die individuell ausgebildet werden, sodass sie einer Person mit einer geistigen oder körperlichen Einschränkung oder Behinderung helfen können.

„Grundlage der Arbeit mit dem zukünftigen Assistenzhundehalter ist eine enge Zusammenarbeit während der Ausbildung“. betont der Leiter des Hundezentrums.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, werden die zukünftigen Besitzer regelmäßig mit dem Hund besucht.

WZ Hundezentrum Norddeutschland KG, Hauptstraße 7, 18279 Lalendorf OT Raden sowie unter info@hundezentrum-norddeutschland.de,

Telefon (03 84 52) 50 40 81 und Mobil unter (0173) 2 40 21 12.

 

Bildquelle

  • Aladin Ausbildung mit Ulrich Zander: Heidi Rabenhorst

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