Gehrdener Frauen feiern zusammen den 105. Internationalen Frauentag
Die Organisatorinnen freuen sich, dass viele Migrantinnen der Eianlung gefolgt sind.

Gehrdener Frauen feiern zusammen den 105. Internationalen Frauentag

Viele Migrantinnen kommen zur Feier

Internationaler Frauentag: Gehrdenerinnen feiern im Alten Pfarrhaus

Gehrden. In zahlreichen Kommunen gab es am vergangenen Wochenende Veranstaltungen zum internationalen Frauentag. In Gehrden trafen sich am Sonntagnachmittag im Alten Pfarrhaus rund 50 Frauen, um miteinander zu klönen, zu tanzen und Kekse zu backen.

Seit 105 Jahren bietet der Internationale Frauentag am 8. März ein Forum für Frauen aus Politik und Gesellschaft, um die gleiche Verteilung von Arbeit und Geld zwischen Frauen und Männern zu thematisieren und für ein freies Leben ohne Gewalt einzutreten. Den diesjährigen Weltfrauentag hat die Gehrdener Frauengruppe zum Anlass genommen, um auf eine aktuelle Situation aufmerksam zu machen. „Unter den derzeit nach Deutschland kommenden Flüchtlingen seien viele Frauen mit Kindern aus fernen und fremden Kulturen“, berichtete Christiane Olbrich. Auch für sie, so forderte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gehrden, müsse es eine Garantie der körperlichen und seelischen Unversehrtheit geben. Zugleich hätten die Vorkommnisse in verschiedenen deutschen Großstäten zum Jahreswechsel aber auch deutlich gemacht, dass „sexuelle Gewalt gegen Frauen eine weitere verschärfte Variante erfahren kann“.

Auch Gisela Wicke vom Frauenstammtisch fand klare Worte. „Das Thema Gewalt gegen Frauen hat leider nicht an Aktualität verloren, im Gegenteil: Viele der geflüchteten Frauen sind sexueller Gewalt ausgesetzt, besonders in den Lagern. Sie brauchen unsere Unterstützung“, forderte sie.

Gedanken zum Motto des diesjährigen Weltfrauentages mit dem Motto „Heute für morgen ein Zeichen setzen“ hat sich auch die Grünenpolitikerin Eva Kiene-Stengel gemacht. Sie engagiert sich ebenfalls in der Gehrdener Frauengruppe. „Wie sollen wir Frauen das Zeichen verstehen, wenn Bundespräsident Joachim Gauck erst vor ein paar Tagen 24 ehrenamtlich engagierte Frauen mit dem Verdienstorden auszeichnet, um deutlich zu machen, dass auch im Ehrenamt häufiger und mehr Männer als Frauen an der Spitze stehen“, fragte sich die stellvertretende Bürgermeisterin.

Solange es solcher  Hinweise bedürfe, solange bedürfe es auch des Weltfrauentages. „Heute mehr denn je, denn wir leben doch in einer intelligenten, hoch entwickelten Gesellschaft.“, fügte sie hinzu.

 

Bildquelle

  • Frauentag Gehrden neu: Heidi Rabenhorst

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