Großer Jubel und stehende Ovationen. Margarethenkantorei begeistert mit Haydn-Messe
Am Ende gab es stehende Ovationen für die Margarethenkantorei und die Solisten (von links): Eva Herzig (Sopran), Sebastian Franz (Tenor), Fenja Wagner und Carolin Gruhl (Schlagzeug), Christian Windhorst, Christine Köhler (Alt) und Hildebrand Haake (Bass). Foto: Rabenhorst

Großer Jubel und stehende Ovationen. Margarethenkantorei begeistert mit Haydn-Messe

Gehrden. Am Ende herrschte großer Jubel: Stehende Ovationen gab es für die Solisten, das Orchester und die Margarethenkantorei mit ihrem Leiter Christian Windhorst in der Margarethenkirche, die mit 150 Zuhörern besser gefüllt hätte sein können.

Noch eine Weile hallte das „Dona nobis pacem“ aus Joseph Haydns „Großer Orgelsolomesse“ nach, das Chor, Orgel und Orchester zuletzt virtuos dargeboten hatten. Das Besondere an Haydns Messevertonung ist die konzertierende Orgel. Wahrlich viel zu tun hatte deshalb Eckhart Kuper, der die Aufgaben bravourös meisterte. Auch in Manfred Schlenkers Kantate „Friedefürst“, die Windhorst und seine Musiker in der Margarethenkirche uraufführten, ist die Orgel fast durchgehend solistisch zu hören. Gefühlvoll begleitete Kuper Sebastian Franz‘ Evangelienerzählung.

Felix Maier gesellte sich mit dem warmen Klang seines Tenor-Saxofons zur Orgel ebenso dazu wie die beiden Schülerinnen Fenja Wagner und Carolin Gruhl mit den verschiedensten von Schlenker geforderten Percussionsinstrumenten. Beeindruckend auch die Passagen, in denen der Text der Weihnachtsgeschichte mit der Frage danach, wo denn der Frieden bleibt, kontrastiert wurden. Umso berührender geriet danach die Friedensbitte aller Beteiligten.

Zuvor hatte das auf historischen Instrumenten spielende Orchester unter Windhorsts Leitung die 22.  Sinfonie von Haydn gespielt. Als Einstieg hatte der Kantor die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Wolfgang Briegel gewählt. All das passte gut zum vergangenen Sonntag nach Epiphanias – die Musik spielte noch einmal im Schein des Weihnachtssterns. Windhorst lobte die Margarethenkantorei für den homogenen Chorklang und das große Engagement.

Einziger Wermutstropfen: Schade, dass nicht mehr Zuhörer der Einladung zum Konzert gefolgt waren – wer fehlte, hat etwas verpasst. Konzerte der Margarethenkantorei entpuppen sich immer mehr als kultureller und musikalischer Geheimtipp.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Bildquelle

  • Konzert Saxaofon: Heidi Rabenhorst
  • Konzert Solisten: Heidi Rabenhorst

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