Gründungsmitglieder werden ausgezeichnet. Gehrdener Reservisten pflegen Kameradschaft seit 45 Jahren
Dirk Kemmerich (von links) zeichnet Klaus Rosentreter, Wolfram Huter, Karl-Heinz Behre, Henning Engel und Henning Tiedau. Foto: Rabenhorst

Gründungsmitglieder werden ausgezeichnet. Gehrdener Reservisten pflegen Kameradschaft seit 45 Jahren

Gehrden. Die Ehrung langjähriger Mitglieder, darunter vier Männer der ersten Stunde, stand jetzt im Mittelpunkt der Jahresversammlung der im Jahr 1972 gegründeten Reservistenkameradschaft (RK). Vorgenommen wurden die Auszeichnungen vom Kreisvorsitzenden Dirk Kemmerich. Bei der Zusammenkunft in der Gaststätte park:geflüster, dem ehemaligen Schützenhaus, wurden mit Henning Engel, Wolfram Huter und Hnening Tiedau drei Gründungsmitglieder ausgezeichnet. Seit 45 Jahren dabei ist auch Werner Voltmer, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Seit 40 Jahren halten Manfred Kuhn, Karl-Heinz Behre und Klaus Rosentreter der RK Gehrden die Treue. Manfred Richter, Heinrich Plate und Wilfried Krage sind seit 30 Jahren dabei. Geehrt wurden Bernd Haletzki für 25-jährige Mitgliedschaft sowie Michael Stopp, Eberhard Schmidt, Oskar Schnittker und Heinz Schrader für 20-Zughörigkeit.

Dirk Kemmerich bedankte sich im Namen des Kreisvorstandes für die Arbeit der Gehrdener Reservisten. „Das ist hier eine kleine aber feine Kameradschaft, die ihre Mitglieder immer motiviert und ein interessantes Programm bietet, aber wie alle Reservistenverbände unter Nachwuchsmangel leidet“, sagte er. Kemmerich kündigte den  Tag der Bundeswehr in Wunstorf am 9. Juni, den19. Scharnhorst-Marsch am 23. Juni rund um das Steinhuder Meer sowie das  Schießen mit Gästen in Nienburg am 28. April und eine Fahrt nach Berlin und Potsdam im Oktober an.

Die Reservistenkameradschaft Gehrden wurde im Jahr 1972 gegründet. Im Namen sind die beiden Bestandteile Reservist und Kameradschaft enthalten. Hierdurch werde das Wesen der Gemeinschaft zum Ausdruck gebracht: Es sind Männer, die ihren Wehrdienst in der Bundeswehr geleistet haben und sich dazu bekennen. Im zweiten Teil verbirgt sich die Kameradschaft, bei der militärische Umgangsformen nicht angewendet werden dürfen, sondern die Freude am gemeinsam Erlebten und die Gemeinschaft wichtig sein. Schon kurz nach der formellen Gründung im Ratskeller, der in der ersten Zeit Vereinslokal war, trat die neue Gemeinschaft mit einigen beachtenswerten Veranstaltung an die Öffentlichkeit. So konnte 1973 das Heeresmusikcorps 1 aus Hannover zu einem Konzert eingeladen werden. An den Biwak an den Ricklinger Kiesteichen denken die Teilnehmer auch gerne zurück. „Die Reservistenkameradschaft hat sich immer bemüht, Kontakt zur aktiven Truppe zu halten“, betonte eines der Gründungsmitglieder. Als 1972 der neue Schützenpanzer Marder eingeführt wurde, seien die Gehrdener beim Panzergrenadierbataillon 11 in Hannover gewesen, um die neue Waffe kennenzulernen und probezufahren. Ein besonderes Erlebnis sei in den Anfangsjahren ein Tag im Marine-Stützpunkt Kiel gewesen. Auch der Schießsport ist Teil des Programms bei den Gehrdener Reservisten.1993 hat der damalige RK-Leiter Klaus Rosentreter eine RAG Schießsport in Leben gerufen.

„Wir sind eine verhältnismäßig kleine Gemeinschaft, die aber in all den Jahren eine gute Kameradschaft gepflegt hat. Wir haben Lehrgänge und Seminare besucht, Wanderungen und Besichtigungen durchgeführt. Außerdem haben wir zu Vorträgen und anderen Veranstaltungen Teilnehmer gestellt“, betonte RK-Leiter Klaus Huter. Diesen Geist zu pflegen, sollte unser Ziel für die weitere Zukunft sein“, meinte er. Seit ihrer Gründung hat sich die Reservistenkameradschaft immer wieder verteidigungspolitischen Themen gestellt. Wichtigste Aufgabe der Reservisten sei es, Mittler zwischen den aktiven Streitkräften und dem zivilen Umfeld zu sein.

 

Bildquelle

  • 02 FOTO Reservistenkameradschaft_rh: Heidi Rabenhorst

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