Jagdhornbläsercorps ehrt den Gründervater. Probendomizil ist seit vier Jahrzehnten die Alte Kapelle in Weetzen
Das neue Ehrenmitglied ist immer noch aktiv. Foto: Rabenhorst

Jagdhornbläsercorps ehrt den Gründervater. Probendomizil ist seit vier Jahrzehnten die Alte Kapelle in Weetzen

Weetzen. Hermann Burchard, dem Gründer und langjährigen Leiter des Jagdhornbläsercorps Calenberg, ist für seine Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verleihen worden.  Den festlichen Rahmen bildete die traditionelle Weihnachtsfeier am Mittwochabend in der Alten Kapelle. Burchard setzt sich seit Jahrzehnten auch für den Erhalt der kleinen Kirche ein.

Mit einem musikalischen „Fürstengruß“ eröffnete das Jagdhornbläsercorps den Empfang. Die Musiker füllten die Kapelle außerdem  mit traditionellen Bläserklängen wie die „Hegewaldfanfare“.

„Die Fanfare wird nur bei festlichen Anlässen gespielt und heute wollen wir ein ganz besonderes Mitglied unserer Gemeinschaft ehren“, kündigte der Vorsitzende Heiko Schaper an. Seine Laudatio galt Hermann Burchard. Der Landwirt aus Weetzen habe die Entwicklung der Jagdhornbläser nachhaltig geprägt und sich auch Verdienste als musikalischer Leiter erworben, sagte Schaper.

Auf Initiative einiger Eltern aus Weetzen gründete Hermann Burchard 1974 eine Jagdhornbläsergruppe für Kinder. „Wir haben in den ersten Jahren im Keller der Familie Burchhard geprobt“, erinnerte sich Schaper.

Der Takt sei von Hermann Burchard mit einem hölzernen Kochlöffel auf der Tischplatte vorgegeben worden, in den Pausen sei Fußball oder Tischtennis gespielt worden.  Ab 1977/78 wechselte die Gruppe in die Alte Kapelle in Weetzen. Ausstaffiert mit

Kniebundhose, kariertem Hemd, Wolljanker und Jägerhut präsentierte sich die

Bläsergruppe in einheitlicher Tracht bei den Auftritten. Die An- und Abfahrten zu den

Einsätzen übernahmen die Eltern, die auch daneben mit viel Engagement dafür sorgten, dass Termine eingehalten, Feiern stattfanden, Einkäufe getätigt und sonstiges organisiert wurden.

Die alten Bläsergruppen in der Jägerschaft hätten anfangs große Vorbehalte gegenüber einer Kinder-Jagdhornbläsergruppe gehabt. „Doch diese Bedenken wurden recht bald nach erfolgreichen Auftritten der Jungbläser restlos zerstreut“, fügte Schaper hinzu.  In all den Jahren habe sich die Bläsergruppe unter der Leitung von Hermann Burchard ständig weiter entwickelt. Neben dem Gründer gehören zwei Mitglieder der ersten Stunde noch immer dem Jagdhornbläsercorps an: Reiner Ehlers und Christoph Burchard.

Für Hermann Burchard sei es stets wichtig gewesen, dass es zu den Einsätzen immer einen Bezug zu dem Dorf, der Jagd, der Forst- und Landwirtschaft und damit zum ländlichen Raum gegeben hat. Dies gelte für ihn auch heute noch.

„Bis zum heutigen Tage nimmt Hermann Burchard als Senior der Gruppe mit 83 Jahren regelmäßig an den Proben teil und ist noch bei vielen Einsätzen mit dabei. Wir wünschen unserem Gründer noch viele Jahre bei bester Gesundheit und viel Spaß und Einsatzfreude im Kreis seiner Mitbläserinnen und Mitbläser“, betonte Schaper. Für Burchards Ehefrau Dorothea gab es einen Blumenstrauß. „Danke, dass Du Hermann in all den Jahren immer den Rücken freigehalten hast“, sagte Schaper.

Mit einer Spende von 730 Euro bedankte sich das Jagdhornbläsercorps danach bei Nikolaus Derben und Walter Frankenfeld vom Verein für Denkmalpflege für die Gastfreundschaft. „Vielen Dank dafür, dass wir seit 40 Jahren unsere wöchentlichen Übungsabende hier abhalten dürfen – und das beinahe kostenlos“, sagte Schaper. Bezahlt werde sozusagen nur in Naturalien. „Wir blasen zum 1. Mai und übernehmen beim Weihnachtsmarkt den Grillstand“, verriet der Vereinsvorsitzende.

Der Vorsitzende der Jägerschaft Hannover-Land Werner Burose zeichnete im Anschluss Jürgen Grages, Nina Röhrig, Christian Baxmann, Reinhard Ludowig und René Seidensticker für langjährige Mitgliedschaft aus.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Bildquelle

  • Jagdhornbläser1: Heidi Rabenhorst
  • Jagdhornbläser9: Heidi Rabenhorst

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